Vier Tote bei Großbrand in Arbeiterwohnheim in Ungarn
Das Feuer soll wahrscheinlich durch eine explodierte Gasflasche verursacht worden sein. Etwa 200 Quadratmeter des Gebäudes brannten ab. Erst durch einen Großeinsatz der Feuerwehr konnten die Flammen gelöscht werden. Dabei seien mehrere Gasflaschen aus dem Gebäude geborgen worden. Laut dem Landes-Rettungsdienst waren 18 Rettungswagen mit mehr als 40 Einsatzkräften ausgerückt, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die Verletzten seien in acht Budapester Spitäler eingeliefert worden.
Bei allen 47 Bewohnern des Gebäudes soll es sich um ungarische Staatsbürger handeln. Nach ersten Ermittlungen der Polizei gab es eine Explosion in einem der Zimmer unter dem Dach. Die Wände des Gebäudes seien mit lackierter Holzvertäfelung verkleidet gewesen, was die schnelle Ausbreitung des Feuers förderte, zitierte das Onlineportal "HVG.hu".
Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde gemeinsam mit Fachleuten der zuständigen Gaswerke festgestellt, dass für das Haus illegal Gas entnommen worden war. Deshalb sei laut Polizei ein Strafverfahren wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingeleitet worden.
Zusammenfassung
- Bei einem Großbrand in einem Arbeiterwohnheim in Budakeszi nahe Budapest sind vier Menschen ums Leben gekommen, darunter eine Frau (52) und zwei Männer (47 und 66), während über 20 weitere Personen teils lebensgefährlich verletzt wurden.
- Das Feuer brach am frühen Freitagmorgen vermutlich durch eine explodierte Gasflasche aus und zerstörte etwa 200 Quadratmeter des Gebäudes; mehrere Gasflaschen mussten von der Feuerwehr geborgen werden.
- Laut Polizei wurde im Haus illegal Gas entnommen, weshalb ein Strafverfahren wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingeleitet wurde.
