Diese Tipps helfen gegen Belastung in der Corona-Krise

14. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Psychologin Elisabeth Unterweger spricht mit PULS24 Anchorwoman Bianca Ambros darüber, wie sich die Corona-Krise auf die Psyche auswirkt - aber auch, wie man sich selbst helfen kann.

Seit dem Rücktritt von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) unter anderem aufgrund schwerer Erschöpfung und damit verbundener gesundheitlicher Probleme wird wieder mehr über psychische Gesundheit gesprochen.

Gerade die Corona-Krise sorgt bei sehr vielen Menschen für enorme Belastungen. Zur Angst um die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer kommen wirtschaftliche und finanzielle Sorgen und Vereinsamung. Um so wichtiger ist es, auf die eigene psychische Gesundheit zu achten.

Psychologen betonen immer wieder, wie wichtig es ist, nicht erst bei einer psychologischen Krise oder Ausnahmesituation psychologische Hilfe zu suchen, sondern auch im Alltag darauf achten, dass es einem selbst gut geht. 

APA - Austria Presse Agentur

Elisabeth Unterweger gibt Tipps, wie man sich in der Corona-Ausnahmesituation selbst helfen kann. 

1. Dankbarkeit vor dem Einschlafen

Gerade beim Einschlafen plagen uns oft negative Gedanken. Statt das zuzulassen, sollte man abends noch einmal Revue passieren lassen, worüber man dankbar sein kann. Ob Familie, Freunde, Gesundheit, oder auch, dass man noch einen Arbeitsplatz hat. 

2. Ins Freie gehen

Die Psychologin betont, wie wichtig Bewegung im Freien ist. Körperliche Betätigung tue dem Körper immer gut. Sich daheim abzuschotten wirkt sich auf Dauer schlecht aus.

3. Sozialer Kontakt

Kontakt und Austausch mit anderen Menschen hilft - zur Not auch über das Netz. "Auch wenn es online ist und wir viele Stunden vor dem Computer sitzen, bleiben Sie nicht alleine", sagt die Psychologin.

4. Professionelle Hilfe holen

Der Zugang zu psychologischer Hilfe und Beratung ist in der Corona-Krise niederschwelliger geworden, freut sich die Psychologin. Man soll nicht zu lange damit warten. Es gibt zahlreiche Anlaufstellen:

Corona-Sorgenhotline Wien
01/4000 53000
täglich 8 - 20 Uhr

Telefonseelsorge
142 (Notruf)
täglich 0 - 24 Uhr

HPE: Selbsthilfegruppen und Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter
01 /526 42 02
Mo, Mi, Do 10 - 15 Uhr; Di und Fr 10 - 12 Uhr

Bei akuten Krisen:

Psychiatrische Soforthilfe
01/31330
täglich 0 - 24 Uhr

Frauennotruf – Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt
01/71 71 9
täglich 0 - 24 Uhr

Kriseninterventionszentrum
01/406 95 95
Montag bis Freitag, 10 - 17 Uhr

Quelle: Redaktion / hos