APA - Austria Presse Agentur

Offenbar Familienmord wegen gefälschtem Impfzertifikat

07. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

In Deutschland tötete ein Mann seine drei Kinder, seine Frau und sich selbst. Das Motiv war offenbar Angst vor einer Verhaftung wegen eines gefälschten Impfzertifikats.

Im Fall von fünf Toten, die am Samstag in einem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen (Brandenburg) aufgefunden wurden, gibt es erste Informationen zum Motiv. Laut Justizangaben wurde ein Abschiedsbrief des unter Verdacht stehenden Vaters aufgefunden. Demnach hatte er Angst vor einer Verhaftung und dass man ihm und seiner Frau deswegen die Kinder wegnehmen würde.

Laut dem Brief hatte der 40-Jährige ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen – davon habe der Arbeitgeber erfahren. Laut Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon hatte daraufhin das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder. Weitere Details wurden nicht genannt. 

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben.

Die Leichen waren am Samstagnachmittag in dem Haus entdeckt worden. Anrainer hatten die Polizei alarmiert. Bei der Spurensuche sei dann eine Schusswaffe entdeckt worden, die als Tatwaffe in Betracht kommen könnte, hieß es. Sie habe sich an einer Stelle befunden, die zum wahrscheinlichen Ablauf des Geschehens passe.

Haben Sie Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

  • Telefonseelsorge: 142 (Notruf), täglich 0–24 Uhr, online unter www.telefonseelsorge.at
  • Sozialpsychiatrischer Notdienst/PSD: 01 31330, täglich 0–24 Uhr, online unter www.psd-wien.at
  • Rat auf Draht: 147. Beratung für Kinder und Jugendliche. Anonym, täglich 0–24 Uhr, online unter www.rataufdraht.at
  • Kindernotruf: 0800 567 567, Beratung bei persönlichen Krisen. Anonym, täglich 0-24 Uhr
Quelle: Agenturen / Redaktion / moe