Coronavirus-Lexikon: Von Aerosol bis Zytokinsturm

Im Folgenden die wichtigsten Begriffe der Coronavirus-Pandemie kurz erklärt.

AEROSOL: siehe Übertragungsweg

ANTIKÖRPER-TEST: Diese weisen im Blut von Patienten Antikörper nach, die im Rahmen der Immunreaktion des Patienten gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gebildet werden. Ab wann Antikörper im Rahmen einer Infektion gebildet werden, ist noch nicht abschließend untersucht. Derzeit sind laut Österreichischer Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin viele am Markt befindliche Antikörpertests nur unzureichend klinisch validiert.

ASYMPTOMATISCHER VERLAUF: Bezeichnet das Phänomen, dass sich Menschen zwar mit einem Erreger angesteckt haben können, jedoch keine Krankheitssymptome zeigen. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil infizierte Menschen die Erkrankung höchstwahrscheinlich weitergeben können, selbst aber nicht wissen, dass sie infiziert sind und sich eigentlich in Quarantäne begeben sollten.

BASISREPRODUKTIONSZAHL: Mit der Reproduktionszahl (R0), manchmal auch "Replikationsfaktor" genannt, wird die durchschnittliche Anzahl der Leute angegeben, die ein Infizierter ansteckt, bevor er wieder gesund wird oder stirbt. Wenn der Wert von R0 etwa zwei beträgt, steckt jeder Kranke im Schnitt zwei Personen an. Aus einem Infizierten werden also zwei, dann vier, acht, usw. Ist der Wert größer als eins, verbreitet sich eine Krankheit sehr rasch, ist er kleiner als eins, klingt eine Epidemie rasch ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch, wie viele Leute schon immun sind.

CASE-FATALITY-RATE: Ist eine Maßzahl für die Tödlichkeit einer Krankheit. Dabei wird der Anteil der Todesfälle an den insgesamt nachgewiesenermaßen infizierten Personen berechnet. Meistens wird dies in Prozent angegeben. Im Fall von Covid-19 gibt es regional überaus unterschiedliche Angaben. Die Letalität scheint stark von der Altersstruktur der Erkrankten in einer Region, Vorerkrankungen, den Möglichkeiten zur Isolation, der Anzahl an Akutpatienten, die Unterstützung beim Atmen brauchen, oder den Kapazitäten des Gesundheitssystems abzuhängen.

CORONAVIREN: Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren Erkrankungen auslösen. Sie können sich genetisch leicht verändern und auch Artenbarrieren überwinden. Insgesamt sind sieben Coronaviren bekannt, die zu Erkrankungen beim Menschen führen. Dazu zählen neben dem derzeit grassierenden SARS-CoV-2 auch der 2002 aufgetauchte Erreger des "Schweren Akuten Respiratorischen Syndroms" (SARS) und des 2012 aufgetretenen "Middle East respiratory syndrome coronavirus" (MERS-CoV).

CLUSTER: Bezeichnet die ungewöhnliche Häufung von Fällen einer Erkrankung in einer bestimmten Region und in zeitlicher Nähe. In Österreich wurden mit Stand Anfang April mehr als 40 Coronavirus-Cluster identifiziert. Gibt es mehr Fälle der gleichen Infektionskrankheit innerhalb eines Zeitraumes oder eines Ortes als zu erwarten wären, spricht man von einem Ausbruch. COVID-19: Ist die Bezeichnung der Lungenerkrankung, die von dem Ende 2019 erstmals in der chinesischen Stadt Wuhan nachgewiesenen SARS-CoV-2-Virus ausgelöst wird. Anfang April hat die Anzahl der weltweit nachgewiesenen Erkrankungen die Eine-Million-Grenze überschritten. Zum gleichen Zeitpunkt betrug die Anzahl der daran Verstorbenen rund 50.000.

DUNKELZIFFER: Der Begriff beschreibt eine Zahl, die statistisch nicht korrekt erfasst werden kann - im Fall der Corona-Pandemie also das tatsächliche Ausmaß der Infektionen. So ist etwa nicht klar, ob die offiziellen Fallzahlen steigen, weil sich immer mehr Menschen infizieren oder weil bestehende Erkrankungen durch vermehrtes Testen aufgedeckt werden.

DESINFEKTION: Die Sorge vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus hat weltweit zu Engpässen bei Desinfektionsmittel geführt. Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sind für gesunde Menschen herkömmliche Seife zum Händewaschen und herkömmliche Reinigungsmittel zum Putzen völlig ausreichend, da die Hülle der Coronaviren durch Seife schnell zerstört und das Virus inaktiviert wird. Desinfektionsmittel sollten nur eingesetzt werden, wo das aus medizinischen Gründen notwendig ist.

EPIDEMIE: Bei einer Epidemie handelt es sich um eine Krankheitswelle, bei der eine bestimmte Erkrankung sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt auftritt und es eine starke Häufung von Fällen gibt (siehe auch Pandemie).

EXPONENTIELLES WACHSTUM: Beim exponentiellen Wachstum kommt es zu einer explosionsartigen Entwicklung einer Größe, beispielsweise der Zahl der Infizierten in einer Epidemie. Dagegen wächst beim linearen Wachstum eine Größe vergleichsweise langsam und stetig. Wenn z.B. bei der Ausbreitung einer Krankheit ein Infizierter zwei Personen ansteckt und diese jeweils wieder zwei Personen anstecken, usw., hat man nach nur 16 Wiederholungen bereits über 100.000 Infizierte - das ist exponentielles Wachstum.

FALLZAHLEN: Mit Anfang April wurden weltweit mehr als eine Million bestätigte Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet, in Österreich waren es mehr als 10.000 Fälle. Die absoluten Fallzahlen sind zwischen verschiedenen Ländern allerdings nur sehr eingeschränkt vergleichbar, weil in sehr unterschiedlichem Ausmaß getestet wird. Für Österreich werden täglich aktualisierte Fallzahlen auf der Homepage des Gesundheitsministeriums veröffentlicht, weltweite Daten liefert das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten.

FFP-MASKEN: So werden partikelfilternde Gesichtsmasken (filtering facepiece) genannt. Sie schützen vor dem Einatmen von Aerosolen und Partikeln. Es gibt sie in den drei Klassen, die sich in ihrer Schutzwirkung vor verschiedenen Partikelgrößen unterscheiden. FFP1-Masken haben dabei die geringste und FFP3-Masken die größte Schutzwirkung.

GENESENE PATIENTEN: Das Gesundheitsministerium orientiert sich bei seiner Definition am deutschen Robert-Koch-Institut. Demnach müssen im Krankenhaus behandelte Patienten einerseits mindestens 48 Stunden symptomfrei sein sowie zwei negative Testungen vorweisen. Patienten, die ihre Erkrankung zuhause auskurieren, werden nach ärztlicher Rücksprache frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und nach mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit aus der Quarantäne entlassen.

HERDENIMMUNITÄT: Dabei handelt es sich um einen auf Umwegen erzielten Schutz vor einer ansteckenden Krankheit. Grob gesagt sollen bestimmte schwächere Gruppen einer Bevölkerung geschützt werden, indem ein hoher Prozentsatz der Gesamtpopulation entweder durch Infektion oder Impfung gegen die Krankheit immun wird und sie deshalb nicht weiterübertragen kann.

INKUBATIONSZEIT: Bezeichnet die Zeit zwischen der Ansteckung mit einer Infektionskrankheit und deren Ausbruch. Bei SARS-CoV-2 beträgt sie zwischen zwei und 14 Tage. Nach derzeitigem Stand treten in den meisten Fällen die ersten Symptome rund fünf Tage nach der Ansteckung auf.

INFECTION-FATALITY-RATE: Dieser Ausdruck ist zwar eng mit der Case-Fatality-Rate verbunden, fasst den Begriff aber weiter: So wird hier angestrebt, auch die geschätzte Anzahl der asymptomatischen Verläufe und der nicht diagnostizierten Fälle mit einzubeziehen - also alle Sterbefälle auf alle Menschen hochzurechnen, die eine Infektion in einem bestimmten Zeitraum hatten.

INTENSIVBETT: Etwa drei Prozent der Covid-19-Patienten entwickeln einen so schweren Krankheitsverlauf, dass sie auf Intensivstationen betreut werden müssen. Wenn die Virusübertragung in der Bevölkerung zu hoch ist, kann der Bedarf an Intensivpflege das Gesundheitssystem überlasten. In Summe gibt es in Österreich etwa 41.500 Spitalsbetten und rund 2.200 Intensivbetten. Diese Kapazität soll durch die Reduzierung der sozialen Kontakte in der Gesellschaft möglichst nicht überschritten werden.

IMMUNITÄT: Menschen, die nach einer Infektion genesen sind, sollten zumindest für eine gewisse Zeit immun gegen das Virus sein. Wieder gesunde Personen ("Konvaleszente") tragen dann Antikörper im Blutplasma. Diese will sich die Forschung bei der Suche nach einem Medikament oder einer Impfung gegen Covid-19 zunutze machen. Wie lange die Immunität gegenüber SARS-CoV-2 anhält, ist noch unklar.

IMPFSTOFF: Es gibt momentan keinen Impfstoff, der vor einer Covid-19-Infektion schützt. Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt arbeiten allerdings an Vakzinen. Auch wenn Wissenschafter bereits in der Entwicklung von experimentellen SARS- und MERS-Impfstoffen Erfahrung mit ähnlichen Viren gemacht haben, gestaltet sich die Entwicklung schwierig. Viele Experten glauben nicht an einen breit anwendbaren Wirkstoff vor Beginn des nächsten Jahres.

KÜNSTLICHE BEATMUNG: Bei schwerer Covid-19-Erkrankung können Systeme künstlicher Beatmung Leben retten. Durch Zufuhr von Sauerstoff soll der Gasaustausch über die Lunge gestützt werden, bis sich das Organ wieder erholt. Nicht-invasive Beatmungsmethoden funktionieren über Masken, Helme oder Nasenkanülen. Bei Patienten auf der Intensivstation mit unzureichender Spontanatmung übernimmt ein Beatmungsgerät aktiv die Steuerung der Atmung. Dafür wird ein Tubus genannter Schlauch über den Mund in die Luftröhre eingeführt, über den das Atemgas in die Lunge strömt.

KLOPAPIER: Der mit unterschiedlicher Zahl an Lagen ausgestattete Toilettenartikel hat im Zuge der Coronakrise eine unglaubliche Aufwertung im öffentlichen Ansehen erfahren. Vom wenig beachteten, notwendigen Utensil wurde er angesichts vermeintlich drohender Engpässe zum Objekt großer Begierde. Mit der ausufernden Bewunderung des neuen Fetischs beschäftigt sich die Online-Community seither ebenso ausufernd.

LETALITÄT: siehe Case-Fatality-Rate

MUND-NASEN-SCHUTZMASKE: Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) werden vor allem getragen, um andere Personen vor Speichel- oder Schleimtröpfchen zu bewahren, die man als Träger selbst abgibt. Damit kann man das Risiko einer Ansteckung anderer Personen vermindern. MNS-Masken schützen aber nicht den Träger vor einer Ansteckung.

MORTALITÄT: Bezeichnet die Anzahl der Verstorbenen in Bezug auf die Gesamtzahl an Individuen einer Gruppe in einem bestimmten Zeitraum.

NEUINFEKTIONEN: Der Anzahl der jeweils täglich mittels Testverfahren nachgewiesenen neu Erkrankten kommt im Zuge der Corona-Pandemie große Aufmerksamkeit zu. Der jeweilige prozentuelle Zuwachs gegenüber dem Vortag gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung der Verbreitung der Krankheit. Die Reduktion der täglichen Zuwachsraten führt zur Verlängerung der Verdoppelungszeit.

OBERFLÄCHEN: Coronaviren können mehrere Tage auf Oberflächen überdauern. Studien zufolge könnte SARS-CoV-2-Virus auf Kupfer bis zu vier Stunden, auf Karton bis zu einem und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage überdauern. Die Virenanzahl reduzierte sich jedoch rasch.

PCR-TEST: Das gängige Nachweisverfahren einer Covid-19 Infektion ist der PCR-Test. Die Abkürzung steht für Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase-Chain-Reaction, PCR). Dabei wird aus Abstrichen aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum bzw. aus ausgehustetem Schleim nach Erbgut des Coronavirus SARS-CoV-2 gesucht. Bei dem Verfahren werden das Genmaterial der Probe vermehrt und - falls vorhanden - bestimmte Teile des Virus-Erbguts mit fluoreszierenden Stoffen markiert. Diese signalisieren dann eine Infektion.

PANDEMIE: Im Unterschied zu einer Epidemie ist eine Pandemie nicht regional begrenzt. Sie erstreckt sich über mehrere Kontinente hinweg und dauert in der Regel auch wesentlich länger. Als Pandemien gelten etwa die Pest im Mittelalter, die Spanische Grippe ab 1918, SARS und AIDS (siehe auch Epidemie).

PATIENT NULL: Die ersterkrankte Person in einer Infektionskette.

QUARANTÄNE: Personen, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden oder die Kontakt mit einem Infizierten hatten, werden in Österreich per Amtsarzt-Bescheid für 14 Tage "abgesondert". Dadurch soll die Weiterverbreitung der Krankheit verhindert werden. Schwere Fälle werden im Krankenhaus versorgt, bei mildem Verlauf können Betroffene in "Heimquarantäne" bleiben. Sie dürfen in dieser Zeit nicht die Wohnung verlassen und keine privaten Besuche empfangen, Mitbewohner müssen Abstand halten. Die häusliche Quarantäne endet frühestens, wenn Betroffene symptomfrei sind und zweimal im Abstand von 24 Stunden negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

RISIKOGRUPPE: Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zählt vor allem ältere Menschen über 70 Jahre zu den "vulnerablen" - also am meisten gefährdeten - Gruppen. Dazu kommen Personen mit Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen wie etwa COPD und Krebs. Es gibt auch Hinweise, dass Raucher ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Verlauf haben.

REAGENZIEN: Stoffe, die chemische Reaktionen bewirken und dadurch zum Nachweis von Elementen und Verbindungen dienen - im aktuellen Fall bei Testverfahren zum Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Die Diagnose wird durch einen Erregernachweis aus Schleimhautabstrichen von den oberen Atemwegen erzielt. SARS-CoV-2: Das ist ein im Jänner erstmals in der chinesischen Stadt Wuhan nachgewiesenes Coronavirus, das die Erkrankung Covid-19 verursacht. Die Abkürzung steht für "severe acute respiratory syndrom coronavirus 2" (Schweres akutes Atemwegssyndrom Coronavirus 2).

SUPERSPREADER: Als solche "Superverbreiter" bezeichnet man Personen, die mit einer Infektionskrankheit infiziert sind und eine ungewöhnlich hohe Zahl anderer Menschen anstecken. Sie können damit besonders stark zur Ausbreitung einer Infektionskrankheit beitragen. Das kann etwa eine im Gesundheitsbereich tätige Person sein, die noch keine Symptome hat, aber schon infektiös ist.

SCHMIERINFEKTION: siehe Übertragungsweg

SOCIAL DISTANCING: Das Abstandhalten zu allen Menschen außerhalb des eigenen Haushalts gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen, um eine rasche Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Öffentliche Orte dürfen in Österreich deshalb derzeit nur betreten werden um einer Arbeit nachzugehen, Grundbedürfnisse zu decken (Einkaufen etc.), hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen oder ins Freie zu gehen. Bei alldem soll mindestens ein Meter Abstand zu anderen Menschen gehalten werden.

STERBLICHKEITSRATE: siehe Mortalität

TRIAGE: Der Begriff leitet sich vom französischen Wort "trier" (sortieren) ab. Binnen kurzer Zeit werden Patienten nach Dringlichkeit ihrer Behandlung eingeteilt - etwa nach Naturkatastrophen, Unfällen oder Anschlägen mit vielen Opfern. Im Zusammenhang mit Corona geht es darum, welche Patienten bevorzugt intensivmedizinisch behandelt werden. Dabei spielen Gesundheitszustand, Schwere der Symptome oder Alter eine Rolle.

TRÖPFCHENINFEKTION: siehe Übertragungsweg

ÜBERTRAGUNGSWEG: Als Hauptübertragungsweg gilt die Tröpfcheninfektion etwa über hustende Erkrankte. Der Ansteckungsradius beträgt einen bis zwei Meter. Nicht eindeutig nachgewiesen ist eine Übertragung über ausgeatmete winzige Partikel (Aerosole), die sich als Schwebeteilchen länger in der Luft befinden können. Die Kontaktübertragung oder Schmierinfektion, sprich eine Weitergabe des Virus beispielsweise über kontaminierte Oberflächen, könnte auch ein Faktor bei der Verbreitung sein.

VIREN: Viren sind Partikel, die aus Erbsubstanz (DNA oder RNA) und einer Hülle bestehen, die diese ummantelt. Sie benötigen einen lebenden Organismus (Wirt), um sich zu vermehren. Das können Menschen, Tiere, Pflanzen oder Bakterien sein. Die Viren dringen dabei in den Zellkern des Wirts ein und schleusen ihre Erbsubstanz in dessen DNA ein. Die Wirtszelle produziert daraufhin neue Viren.

VERDOPPELUNGSZEIT: Damit wird die Anzahl der Tage bezeichnet, die es braucht, bis sich die Zahl der neu Infizierten verdoppelt. Zum Beispiel entspricht ein täglicher Zuwachs von 20 Prozent einer Verdoppelungszeit von etwa vier Tagen. Je größer der Wert, umso besser.

WUHAN: Ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Hubei. Sie gilt als Ursprungsort der Covid-19-Pandemie. Auf einem Lebendtiermarkt in der Elf-Millionen-Metropole in Zentralchina, auf dem auch Wildtiere verkauft wurden, dürfte das SARS-CoV-2-Virus erstmals auf einen Menschen übertragen worden sein. Als ursprünglicher Virusträger werden Fledermäuse angenommen. Als Zwischenwirt für die erste Übertragung auf den Menschen wird das Pangolin angesehen, eine Schuppentier-Art, die in Teilen Asiens als Delikatesse gilt.

Y-CHROMOSOM: Männer dürften etwas anfälliger für Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus sein. Das könnte auch für schwere Verläufe der Erkrankung gelten, was möglicherweise mit der höheren Zahl an männlichen Rauchern zu tun hat.

ZOONOSE: Das sind Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und umgekehrt übertragbar sind. Derzeit wird vermutet, dass SARS-CoV-2 erst bei Fledermäusen auftauchte, dann mutierte und über Schuppentiere zum Menschen gelangte.

ZYTOKINSTURM: Das ist eine bei verschiedenen Erkrankungen auftretende Komplikation, etwa bei einer schweren Covid-19-Infektion. Verursacht wird sie durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems, bei der hohe Konzentrationen bestimmter Eiweiße (Zytokine) gebildet werden, die im ganzen Körper eine massive Entzündungsreaktion hervorrufen.

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  • Im Folgenden die wichtigsten Begriffe der Coronavirus-Pandemie kurz erklärt.