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Corona-Totimpfstoff Valneva in Österreich erhältlich

22. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Wegen Lieferverzögerungen kommen 74.000 Dosen des Corona-Impfstoffs Valneva erst am Dienstag nach Österreich.

 Erwartet wurde der Impfstoff bei einem Großhändler in Oberösterreich eigentlich bereits am Montag, der Lkw hing jedoch noch in Deutschland fest, sagte eine Sprecherin des Pharmaunternehmens am Montagabend der APA. Die Weiterverteilung in die Bundesländer soll sich nicht verzögern.

Ab Donnerstag an Bundesländer ausgeliefert

Beim Vakzin VLA2001 handelt es sich um den einzigen Ganzvirus-Impfstoffkandidaten ("Totimpfstoff"), der in Europa vom österreichisch-französischen Unternehmen Valneva entwickelt wurde. Ab Donnerstag erfolgt die Auslieferung des Impfstoffes an die Bundesländer, informierte das Gesundheitsministerium. VLA2001 ist das sechste in der EU zugelassene Vakzin für die Corona-Schutzimpfung.

Österreich hat 150.000 Dosen des Impfstoffes bestellt. Das Biotechunternehmen Valneva hat am 24. Juni nach langem Warten die Zulassung des Impfstoffes in der EU erhalten. Der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfahl den Impfstoff zur Verwendung als Erstimpfung bei Menschen von 18 bis 50 Jahren.

 

Valneva für jene mit Vorbehalten 

"Mit der Zulassung des Impfstoffes von Valneva gibt es nun für jene, die Vorbehalte gegen andere Impfstoff-Technologien hatten oder für die ein anderer Impfstoff aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommt, eine weitere Alternative", meinte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Montag. "Die Impfung wirkt! Sie ist der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf im Rahmen einer Corona-Infektion", appellierte der Minister.

Ganzvirus-Impfstoff aus Europa

Die Europäische Kommission hat im Juli den Liefervertrag mit Valneva massiv eingestampft. Im Rahmen der überarbeiteten Vereinbarung verpflichtet sich Valneva zur Lieferung von 1,25 Millionen Dosen an die EU-Lände. Es besteht zudem eine Option für den Kauf von weiteren 1,25 Millionen Dosen des sogenannten Totimpfstoff vor Ende des Jahres. Ursprünglich war die Lieferung von 60 Millionen Dosen vereinbart worden, von denen etwa 27 Millionen für dieses Jahr vorgesehen waren.

Quelle: Agenturen