APA - Austria Presse Agentur

Tiroler Eltern bringen Maskenpflicht für Kinder vor VfgH

15. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Tiroler Eltern ziehen wegen der Maskenpflicht für ihre Kinder vor den Verfassungsgerichtshof. Ein Innsbrucker Anwalt vertritt 10 Kinder. Dahinter sollen "hunderte Eltern" stehen, sagt er.

Tiroler Eltern ziehen wegen der Maskenpflicht für ihre Kinder im Unterricht vor den Verfassungsgerichtshof (VfgH). Zehn Kinder vertrete ein Innsbrucker Rechtsanwalt, für zwei habe dieser bereits einen Musterantrag formuliert, berichtet die "Tiroler Tageszeitung" am Dienstag. "Dahinter stehen hunderte Eltern", sagt der Anwalt.

Die Eltern hätten große Bedenken, dass ihre Kinder gesundheitlichen Schaden nehmen könnten, weil sie stundenlang Maske im Unterricht tragen müssen. Asthmatische Kinder seien als "Gefährder" denunziert worden, weil sie in der Klasse keine Masken getragen hätten. "Dabei sind die Kinder per Attest von der Maskenpflicht befreit", erklärt Anwalt Christian Ortner.

Studien sollen Klage untermauern

Um die Klage zu untermauern, würden Studien herangezogen, die das Maskentragen vor allem für Kinder als besonders abträglich darstellen. Kinder hätten kleinere Lungenvolumina als Erwachsene, zudem verbreite das ständige Zurechtrücken der Maske mit den Fingern mehr Keime, als die Maske abhalten könne.

Gleichzeitig gibt es aber auch viele Studien, die das Maskentragen für Kinder empfehlen, um das Corona-Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

Schülerin klagt Republik wegen Maskenpflicht

Eine 15-jährige Gymnasiastin aus der Obersteiermark hat wegen der Maskenpflicht im Unterricht Klage gegen die Republik eingebracht. Unterstützt wird sie dabei von der "Initiative für eine evidenzbasierte Coronainformation", die in der Vergangenheit etliche Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen initiiert hatte. Ihr Argument: Es fehle Evidenz, dass Maskentragen eine Ansteckung mit Covid-19 verhindern kann, gleichzeitig könnten psychische und physische Beeinträchtigungen beim dauerhaften Tragen nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: Agenturen / apb