Corona-Testzentrum: Jugendstrafe für Millionen-Betrug

01. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Am Montag wurde in Freiburg ein 20-Jährigen zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt – er hatte 5,7 Millionen Euro für ein erfundenes Corona-Testzentrum abgerechnet.

Wie der SWR auf seiner Website berichtet, hat am Montag das Freiburger Amtsgericht den 20-Jährigen zu einer Jugendstrafe auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt.

Idee vom Feiern

Der junge Mann hat im August 2021 nachträglich ein Corona-Testzentrum in Freiburg registriert. Die Idee habe er beim Feiern gehabt, gestand der Angeklagte. Für das nicht vorhandene Testzentrum hat er 5,7 Millionen Euro abgerechnet – ohne irgendwelche Belege oder nachweise. Laut SWR wurde ihm der Betrag auch von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gutgeschrieben. Man habe darauf vertraut, dass alle Angaben richtig seien, heißt es vonseiten der KV.

Leichter Betrug 

Laut dem Angeklagten habe er zeigen wollen, wie leicht man die Kassenärztliche Vereinigung hereinlegen könne. Nach eigenen Angaben habe er sich mit wenigen Mausklicks bei den entsprechenden Stellen registriert. Als Adresse für das fiktive Testzentrum hat er eine Straße in der Freiburger Partymeile verwendet und danach von März bis Juni 2021 491.000 Corona-Tests berechnet.

Der Fakt, dass der junge Mann so leicht an eine so große Summe kommen konnte, wirkte sich für das Gericht strafmildernd aus.

Bank wurde skeptisch 

Das Geld blieb übrigens nur kurz auf dem Konto des Angeklagten. Laut dem SWR sei eine Mitarbeiterin der Bank wegen der hohen Geldsumme skeptisch geworden. Dadurch, dass sich Banken bei so ungewöhnlichen Kontobewegungen mit Ermittlungsbehörden kurzschließen müssen, kam der Fall ans Licht.

Quelle: Redaktion / foj