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Corona-Maßnahmen-Gegnerin Klauninger erneut vor Gericht

13. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Jennifer Klauninger, bekannte Corona-Maßnahmen-Gegnerin, steht vor Gericht. Während einer Corona-Demo soll sie mehrfach einen Beamten auf die Brust geschlagen haben. Aufgrund fehlender Videos gestaltet sich die Verhandlung als schwierig.

Die bekannte Corona-Maßnahmen-Gegnerin Jennifer Klauninger soll einem Polizisten bei einer der damals wöchentlich stattgefundenen Maßnahmen-Demos im Dezember 2021 drei Mal gegen die Brust geschlagen haben. Heute musste sie sich wegen des Vorwurfs des tätlichen Angriffs vor dem Landesgericht für Strafsachen Wien verantworten, berichtet die Tageszeitung "Kurier"

Unterschiedliche Behauptungen 

Die Auseinandersetzung mit den Beamt:innen soll vor dem Bundeskanzleramt stattgefunden haben. Klauninger gibt während der Verhandlung an, sie wollte nur versuchen, die Lage zu beruhigen. Mehrere Demo-Teilnehmende hätten nämlich Probleme mit der Polizei bekommen.

Sie selbst sei dann von Beamt:innen aus der Menge geholt worden und am Boden fixiert worden. Klauninger beteuerte ihre Unschuld. Sie "greife Polizisten sowieso nicht an", sagt die Aktivistin.

Ganz gegenteilig schildert der betroffene Polizist die Lage. Die Beamten hätten vor dem Vorfall den Befehl für eine Sperrkette erhalten. Diese soll sich langsam Richtung der Demonstrierenden bewegt haben. Klauninger hätte den Anweisungen der Polizei allerdings nicht Folge geleistet sowie versucht sich in die Amtshandlung einzumischen. Sie wurde deswegen am Boden fixiert.

Gelöschtes Polizei-Video 

Während der Verhandlung wurden zwar Handyvideos der Demonstration abgespielt, allerdings war der Tathergang auf keinem zu erkennen. Ein Video der Polizei, welches extra für den Zweck der digitalen Beweismittelaufnahme von Beamt:innen vor Ort angefertigt wurde, sei inzwischen gelöscht worden. Es war Teil einer anderen, bereits abgeschlossenen Verhandlung und wurde deshalb nach Verfahrensende vernichtet.

Der Anwalt der Angeklagten geht deswegen davon aus, dass die Polizei das Video extra gelöscht habe und man darin keine Straftat hätte erkennen können.

Vertagung 

Zudem plädierte er auf die Vernehmung sämtlicher vermerkten Zeug:innen. Aufgrund von Corona-Erkrankungen konnte dies nicht geschehen. Die Verhandlung musste vertagt werden.  

Jan ForoboskoQuelle: Redaktion / foj