Polizei kreiste Demonstranten bei Marsch Richtung Hofburg ein

29. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Bei der Corona-Maßmahmen-Demo am Samstag in Wien erschienen mit rund 10.000 Personen weniger als erwartet. Als vor dem offiziellen Beginn ein Teil der Demonstranten zur Hofburg wollte, wurden sie von der Polizei eingekreist, es kam zu Festnahmen.

In Wien waren am Samstag wieder mehrere Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen angemeldet. PULS 24 Reporterin Bettina Häberlin berichtete vor Ort von wachsendem Aggressionspotential. Zwar sei der Großteil der Demonstranten friedlich, sie werde jedoch immer wieder beschimpft und angepöbelt. 

Festnahmen, Anzeigen

Die Demonstranten wurden laut Häberlin von der Polizei eingekreist, als sie Richtung Hofburg, marschieren wollten. Die Exekutive bestätigt, dass es wegen Widerstands gegen die Staatsanwaltschaft zu Festnahmen gekommen war. Bei Zwischenfällen setzte die Polizei Pfefferspray ein, einige Personen wurden auch nach Verstößen gegen die Covid-Verordnung festgenommen. Die Beamten zeigten Demo-Teilnehmer auch wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht an.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) erklärte im Anschluss in einer Aussendung: "Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten die heute im Einsatz standen für ihr umsichtiges und konsequentes Handeln. Die Festnahmen, aber auch die hohe Zahl an Anzeigen zeigen einmal mehr die großen Herausforderungen die hier Wochenende für Wochenende, seit mehr als einem Jahr, gemeistert werden. Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut - das von der Polizei gewährleistet und geschützt wird. Aber es darf nicht für unsolidarische und demokratiefeindliche Handlungen missbraucht werden. Das entschlossene und bestimmte Einschreiten wird so fortgesetzt werden."

Bettina Häberlin berichtet von Festnahmen bei der Demo

Weniger als erwartet: 10.000 Teilnehmer bei Demo

Im Vorfeld wurde mit deutlich mehr Teilnehmern gerechnet. Am Nachmittag fusionierten sich die einzelenen Kundgebungen zu einem Marsch, bei dem laut Schätzung der Polizei 10.000 Personen mitmarschierten. In sozialen Netzwerken kursierten Fotos von der Demonstration, wo unter anderem eine Fahne der antisemtischen Qanon-Bewegung zu sehen ist.

Marianne LamplQuelle: Agenturen / Redaktion / lam