APA/BARBARA GINDL

Live-Ticker zur Corona-Krise: Tausende Hoteliers wollen Staat auf Schadenersatz klagen

03. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Die Ausgangsbeschränkungen in Österreich enden. Die aktuellen Entwicklungen der Corona-Krise in Österreich und der Welt.

  • Aktuelle Zahlen für Österreich: Aktuelle Zahlen (Stand: 09:30 Uhr): 15.514 Fälle. 1.761 aktuell Erkrankte. 274.355 Tests. 13.228 Genesene. 598 Todesfälle.
    Bestätigte Fälle/Genesene/Todesfälle nach Bundesländern: Burgenland (327/258/10), Kärnten (410/382/13), Niederösterreich (2.630/2.255/92), Oberösterreich (2.256/2.106/57), Salzburg (1.219/1.115/36), Steiermark (1.766/1.246/133), Tirol (3.504/3.215/105), Vorarlberg (873/824/17), Wien (2.529/1.827/135)
    Weltweit 3.428.425 bestätigte Fälle. 1.093.199 Genesene.

  • Tausende Hoteliers wollen Staat wegen Betriebssperren auf Schadenersatz klagen: In Tirol werde die Zahl der Entschädigungsanträge auf 3.500 geschätzt, in Salzburg könnten es laut Schätzungen der Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) mehr als 2.000 sein, hieß es in der "Salzburger Nachrichten" am Wochenende. Auch in den anderen Bundesländer müsste von tausenden Anträgen ausgegangen werden. Dem Staat drohen damit Hunderte Millionen Euro an Forderungen.

  • Seehofer gegen vorschnelle Reisepläne: Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich gegen eine vorschnelle Wiederaufnahme des Reisebetriebes zwischen Deutschland und Österreich ausgesprochen. "Solange das Virus keinen Urlaub macht, müssen auch wir uns mit unseren Reiseplänen beschränken – so verständlich der Wunsch für die Menschen und die Tourismusbranche auch ist. Der Infektionsschutz gibt da den Zeitplan vor", sagte Seehofer zu "Bild am Sonntag". Weiter: "Niemand will die Bewegungsfreiheit der Bürger länger einschränken als unbedingt nötig. Aber leichtsinnige Öffnungen, die später in Gestalt erhöhter Ansteckungszahlen zurückschlagen, helfen niemandem."

  • SPÖ will mehr "Made in Austria": Die SPÖ verlangt als Konsequenz aus der Coronakrise, Österreich und Europa unabhängiger vom globalen Markt zu machen und die Produktion diverser Güter wieder ins Land zu verlagern. Die Coronakrise habe deutlich vor Augen geführt, "wie verletzlich unser Land durch die Abhängigkeit vom globalen Wirtschaftssystem ist", sagt Parteichefin Pamela Rendi-Wagner.

  • Johnson spricht über Todesfall-Pläne: Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach seinem Krankenhausaufenthalt wegen einer Covid-19-Erkrankung über Pläne für einen möglichen Todesfall gesprochen. "Es war ein schwieriger Augenblick, das bestreite ich nicht. Sie hatten eine Strategie, um mit einem Szenario wie bei "Death of Stalin" umzugehen", sagte Johnson in einem Interview. "Ich war nicht in einer besonders guten Verfassung, und ich wusste, dass es Notfallpläne gab", sagte der 55-Jährige weiter.

Stephan Krammer, Radoslaw Zak, Dominik Knauf, Nina Tatschl, Stefanie Stocker, Soraya Pechtl, Michael Edelmayer, Alexander Plank-Bachselten, Mathias MorscherQuelle: Agenturen / Redaktion