APA - Austria Presse Agentur

Corona: Höchste Spitalsbelegung seit Juni

21. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Mittlerweile müssen 326 Corona-Patienten in den Spitälern behandelt werden. Das entspricht dem höchsten Wert seit 12. Juni 2021. Die FPÖ hingegen wirft der Wiener Stadtregierung vor, dass die Spitäler der Bundeshauptstadt nie an der Belastungsgrenze gewesen seien.

Durchaus besorgniserregend im Steigen begriffen sind die Zahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Österreich. 326 Covid-Patienten mussten am Samstag in den Spitälern behandelt werden, ein Anstieg um 25 binnen 24 Stunden und der höchste Wert seit 12. Juni. 1.328 Neuinfektionen meldeten Innen- und Gesundheitsministerium binnen eines Tages, um 70 mehr als am Freitag. Das entsprach dem höchsten Wert seit 7. Mai.

Die jüngsten Infektionszahlen lagen damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (1.081). Interessant erscheint ein Vergleich, wenn man sich die Infektions- und Spitalzahlen in Österreich im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 vor genau einem Jahr ansieht. Am 21. August 2020 wurden 331 Neuansteckungen gemeldet - fast genau ein Viertel dessen, was am Samstag rapportiert wurde. 112 an Covid-19 Erkrankte mussten damals stationär behandelt werden - etwas mehr als ein Drittel des aktuellen Spitalsbelags. Auf den Intensivstationen lagen auf den Tag genau vor einem Jahr 22 Corona-Infizierte - weniger als ein Drittel als die 70, die am Samstag in Österreich intensivmedizinisch behandelt wurden. Die Anzahl der intensivpflichtigen Covid-Patienten ist hierzulande innerhalb einer Woche um 19 gestiegen.

Die meisten Covid-Patienten liegen derzeit in der Bundeshauptstadt in Krankenhäusern, nämlich 98. Davon bedürfen 22 intensivmedizinischer Betreuung. 53 Patienten, davon elf auf Intensivstationen, wurden am Samstag in Niederösterreich verzeichnet, 50 in Oberösterreich, wovon acht schwere Fälle waren, und 44 in der Steiermark, wovon elf intensivmedizinische Behandlung erfuhren.

FPÖ: Wiener Spitäler nie an überbelastet

Die Wiener FPÖ wirft der Stadtregierung vor, dass die Spitäler der Bundeshauptstadt nie an der Belastungsgrenze gewesen seien. Auch am Höhepunkt der Epidemie im April 2021 sei noch fast ein Viertel der Intensivkapazitäten frei gewesen, so der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp in einer Aussendung. Er berief sich dabei auf Anfragebeantwortungen von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und ortete einen "handfesten Skandal".

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) habe gegenüber den Wienern den "Dauerlockdown" mit der Überlastung der Intensivkapazitäten in den Wiener Gemeindespitälern argumentiert, so Nepp. Mit den vorliegenden Zahlen sei nun bewiesen, "dass SPÖ-Bürgermeister Ludwig alle Wiener angelogen und völlig unbegründet über ein halbes Jahr im Lockdown verharren hat lassen".

Quelle: Agenturen