CO2-Emissionen des Verkehrs 2025 leicht gesunken
Im Vorjahr wurde in Österreich um rund fünf Prozent weniger Diesel getankt als im Jahr 2024, der Verbrauch von Benzin nahm um 0,8 Prozent zu. In Summe wurden damit rund 300 Millionen Liter weniger Treibstoff getankt. Mit dem Spritverbrauch seien auch die CO2-Emissionen des Verkehrs gesunken. Der VCÖ rechnet mit einem Rückgang um rund 0,4 Millionen Tonnen auf 18,9 Millionen Tonnen. Die Daten enthalten auch den innerösterreichischen Flugverkehr, nicht jedoch Flüge, die ins Ausland gehen, da diese nicht in Österreichs CO2-Bilanz inkludiert sind.
Ein Faktor für den Rückgang der Emissionen sei die zunehmende Anzahl an Elektro-Pkw, aber auch von Elektro-Lkw und Elektro-Bussen, erläuterte der VCÖ. So ist die Zahl der Elektro-Pkw im Vorjahr um fast 54.000 auf 254.000 gestiegen, während die Zahl der Diesel-Pkw um 95.000 gesunken ist. Ein weiterer Faktor ist die zunehmende Zahl der auf der Schiene gefahrenen Kilometer. Der Rekord von 15 Milliarden Personenkilometern im Jahr 2024 wurde im Vorjahr übertroffen. Auch, dass der Lkw-Verkehr im Vorjahr nicht zugenommen hat, dämpfte den Dieselverbrauch.
Damit seien die klimaschädlichen Verkehrsemissionen zum vierten Mal in Folge zurückgegangen, aber zu langsam, so der VCÖ. Dass daher verstärkte Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr nötig sind, zeige auch der Vergleich mit den anderen Sektoren. Diese haben ihre Emissionen seit dem Jahr 1990 reduziert. "Es braucht beim Klimaschutz im Verkehr ein Triple-A: Mehr Angebote, mehr Anreize und mehr Anerkennung", sagte VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Eine schnell wirksame und rasch umsetzbare Klimaschutz-Maßnahme seien niedrigere Tempolimits.
Zusammenfassung
- Die CO2-Emissionen des Verkehrs in Österreich sind 2025 leicht auf 18,9 Millionen Tonnen gesunken, nachdem rund 300 Millionen Liter weniger Treibstoff als im Vorjahr getankt wurden.
- Der Dieselverbrauch sank um fünf Prozent, während die Zahl der Elektro-Pkw um fast 54.000 auf 254.000 stieg und der Lkw-Verkehr stabil blieb.
- Der VCÖ betont, dass die Emissionen weiterhin um ein Drittel über dem Niveau von 1990 liegen und fordert mehr Angebote, Anreize und Anerkennung für Klimaschutz im Verkehr.
