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CO-Unfall durch mobiles Klimagerät in Wien-Brigittenau

03. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Ein mobiles Klimagerät hat am Freitagnachmittag einen Kohlenmonoxidunfall (CO) in der Klosterneuburger Straße in Wien-Brigittenau mit drei Verletzten verursacht. Ein Vater und seine beiden Kinder im Alter von neun und 13 Jahren mussten mit Vergiftungen ins Spital geflogen werden, berichteten die Wiener Berufsfeuerwehr und -rettung.

Ursprünglich alarmierte die Mutter die Rettung, weil sie dachte, dass ihr Mann einen Schlaganfall erlitten hatte. Beim Betreten der Wohnung schlug bei den Helfern ein CO-Warngerät an. Seit zehn Jahren trägt die Berufsrettung ein solches Gerät am Rucksack. Sofort wurde die Familie ins Freie gebracht und die Wohnung gut durchlüftet. Die Feuerwehr kontrollierte noch mit einem Spezialgerät die Wohnung und die umliegende Nachbarschaft. Die Einsatzkräfte entdeckten dann das mobile Klimagerät und dass in der Wohnung eine Gastherme installiert ist.

Durch mobile Klimageräte, eingebaute Ventilatoren, aber auch Dunstabzugshauben kann es zu einer erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Konzentration kommen. Die Wiener Berufsfeuerwehr rät daher, beim Betrieb der Therme im Sommer - etwa beim Duschen oder Geschirr abwaschen - Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme montiert ist. Hohe Temperaturen begünstigen überdies CO-Unfälle: Durch große Hitze kann sich in den Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Die Abgase sind im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dadurch nicht mehr abziehen.

Kohlenstoffmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich - vereinfacht -an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich. Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Wenn solche Symptome auftreten, sollte sofort der gefährdete Bereich verlassen und Rettung und Feuerwehr verständigt werden.

Quelle: Agenturen