Chinas gestrandete Astronauten kehrten aus All zurück
Nachdem an ihrer angedockten Raumkapsel "Shenzhou 20" durch Weltraumschrott verursachte Schäden vermutet worden waren, mussten die Astronauten länger im All bleiben. Später bestätigten die Behörden kleine Risse im Fensterglas der Kapsel.
Kurz vor Bekanntwerden der Probleme war die Nachfolgemission "Shenzhou 21" an der Raumstation eingetroffen. Dadurch lebten zeitweise sechs Astronauten länger zusammen an Bord der "Tiangong", als ursprünglich vorgesehen. Als Lösung entschied die Missionsleitung, die gestrandeten Astronauten nun mit der funktionsfähigen Rückkehrkapsel der "Shenzhou 21"-Mission zur Erde zu bringen. Deren Besatzung verfügt damit vorerst über kein eigenes Rückkehrraumschiff. "Shenzhou 22" soll zu einem späteren Zeitpunkt zur Station starten.
Die Astronauten der "Shenzhou 20" hatten rund ein halbes Jahr auf der Raumstation verbracht, wissenschaftliche Experimente durchgeführt und den Schutz der "Tiangong" gegen Weltraumschrott ausgebaut. Der Vorfall gilt als außergewöhnlich: Erstmals seit Beginn des bemannten chinesischen Raumfahrtprogramms 2003 musste eine Crew ihren Rückkehrplan während der laufenden Mission ändern.
Zusammenfassung
- Drei chinesische Astronauten, die wegen vermuteter Schäden durch Weltraumschrott mehrere Tage auf der Raumstation 'Tiangong' gestrandet waren, sind sicher mit der Kapsel der Nachfolgemission 'Shenzhou 21' zur Erde zurückgekehrt.
- Die Landung erfolgte im Landegebiet Dongfeng in der Inneren Mongolei, nachdem der ursprünglich für den 5. November geplante Rückflug wegen kleiner Risse im Fensterglas der Kapsel 'Shenzhou 20' verschoben werden musste.
- Erstmals seit Beginn des bemannten chinesischen Raumfahrtprogramms 2003 musste eine Crew ihren Rückkehrplan während der laufenden Mission ändern, wobei zeitweise sechs Astronauten gemeinsam auf der Raumstation lebten.
