APA - Austria Presse Agentur

Chaos bei den Covid-Daten

28. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Während offiziell 1.449 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gemeldet wurde, kam es am Mittwochabend in den stündlichen Fall-Updates zu einem Sprung nach oben. Laut Gesundheitsministerium ist dies einer Umstellung geschuldet.

Die unendliche Geschichte um die österreichischen Covid-Daten ist Mittwochabend um eine Facette reicher geworden: Um 21.00 Uhr kam es in den stündlichen Fall-Updates zu einem Sprung nach oben. Über 4.000 Neuinfektionen sollen in einer Stunde gemeldet worden sein. Nun sind Nachmeldungen aus den einzelnen Bundesländern weder überraschend noch neu, doch in dieser Dimension bisher einzigartig.

Während der allgemeine Überblick in den Daten des Gesundheitsministeriums bisher 402.386 positiv Getestete ausweist, ist die Anzahl der Erkrankten überraschenderweise um über 4.000 Personen höher und liegt bei 406.748 (Stand 9 Uhr). Auch die zusammengerechneten Bezirkszahlen des Gesundheitsministeriums ergeben diesen höheren Wert.

Das Wirrwarr in den Zahlen wird nun mit der Morgenmeldung der Bundesländer komplett: Diesen Daten nach stieg die Anzahl der Covid-Fälle in den letzten 24 Stunden um 1.449 Neuinfizierte. Von den plötzlich aufgetauchten über 4.000 Neuinfizierten aus der Datenbank des Ministeriums ist nichts zu finden. Der sprunghafte Anstieg des Vorabends dürfte demnach nicht von den Bundesländern kommen.

Umstellung

Kurz nach Veröffentlichung des Artikels meldete sich das Gesundheitsministerium bei PULS 24 und erklärte, die 4.000 Neuinfektionen seien nicht neu, sondern einer Umstellung geschuldet. Auf "technische Wartungsarbeiten" wird auch auf der Webseite des Sozialministeriums verwiesen.

Hinweis: Der Artikel wurde um 11:30 Uhr um das Statement des Gesundheitsministeriums ergänzt.

Quelle: Redaktion / ahab