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Causa Wolf: Hausdurchsuchung bei beschuldigter Finanzbeamtin

17. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

In der Causa Wolf rund um Steuernachlässe für den MAN-Investor Siegfried Wolf soll es laut einem Medienbericht zu einer Hausdurchsuchung bei der beschuldigten Finanzbeamtin gekommen sein.

Im Zuge des Bestechungsverdachts im Zusammenhang mit einem Steuernachlass für den Großinvestor Siegfried Wolf haben Ermittler der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Büro und Wohnung der in diesem Fall beschuldigten Finanzbeamtin durchsucht. Auch sei ein Mail-Konto von Wolf sichergestellt worden, schreibt das Online-Magazin zackzack.at.

WKStA vermutet verbotenen Deal

Die WKStA hatte am 20. Dezember bekanntgegeben, dass es mehrere Hausdurchsuchungen und eine Sicherstellung in einem Finanzamt gab. Laut zackzack.at sei es am 20. Dezember bei der Finanzbeamtin zu einer Durchsuchung ihres Büros und ihres Hauses gekommen. Diensthandy und Privathandy in entsperrtem Zustand sowie zwei Laptops, ein Tablet und fünf Taschenkalender seien sichergestellt worden. Dabei habe die Beamtin in ihrem Privathaus "ein Aktenkonvolut aus dem Abstellraum im Erdgeschoß übergeben", zitiert das Online-Magazin aus dem Akt. Darin sei es um den Steuerakt von Wolf gegangen. Eine Aussage habe die Beschuldigte verweigert.

Zeitgleich mit der Hausdurchsuchung bei der Beamtin habe die WKStA die Sicherstellung des E-Mail-Postfachs von Siegfried Wolf angeordnet, so zackzack.at.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft vermutet einen verbotenen Deal zwischen Wolf und einer Finanzbeamtin. Diese soll Wolf einen Steuernachlass gewährt haben, Wolf soll sich im Gegenzug beim früheren Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, dafür eingesetzt haben, dass die Beamtin an ein anderes Finanzamt versetzt wird. Auslöser waren Chats am Handy vom Thomas Schmid. Die drei Personen werden in dieser Causa als Beschuldigte geführt.

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Quelle: Agenturen / pea