APA - Austria Presse Agentur

Cafes und Restaurants in Frankreich wieder geöffnet

02. Juni 2020 · Lesedauer 3 min

Mit der Öffnung von Restaurants, Cafes und vielen Schulen hat Frankreich seine Corona-Auflagen deutlich gelockert. Seit Dienstag können sich die Bürger zudem erstmals seit zweieinhalb Monaten wieder frei im ganzen Land bewegen. Seit Lockerung der Ausgangssperre am 11. Mai waren in der Regel nur Fahrten im Radius von 100 Kilometern um den Wohnort erlaubt.

Mit der Öffnung von Restaurants, Cafes und vielen Schulen hat Frankreich seine Corona-Auflagen deutlich gelockert. Seit Dienstag können sich die Bürger zudem erstmals seit zweieinhalb Monaten wieder frei im ganzen Land bewegen. Seit Lockerung der Ausgangssperre am 11. Mai waren in der Regel nur Fahrten im Radius von 100 Kilometern um den Wohnort erlaubt.

Auch der Tourismus kam langsam wieder in Gang. Mit der zweiten Phase der Lockerungen kehrt Frankreich zum "fast normalen Leben" zurück, wie Premierminister Edouard Philippe sagte. Im Pariser Großraum sind bereits seit dem Pfingstwochenende Parks und öffentliche Gärten erstmals wieder zugänglich. Die französische Hauptstadt und ihr Umland bleiben aber unter erhöhter Beobachtung der Behörden, weil es dort besonders viele Infektionen gab. Deshalb dürfen Restaurants und Cafés vorerst nur ihre Terrassen öffnen.

"Die Pariser sehnen sich nach Normalität", sagte die Louvre-Mitarbeiterin Martine Depagniat, die erstmals seit Mitte März wieder einen Espresso vor ihrem Stammcafé am Theater Comedie Française genoss. In Ausgehvierteln der französischen Hauptstadt hatten erste Bars bereits um Mitternacht geöffnet, um die neue Freiheit zu feiern.

Auch die Tuilerien-Gärten am Louvre waren bei strahlendem Sonnenschein wieder belebt. Der Park sei während der mehr als zweimonatigen Schließung regelrecht aufgeblüht, sagte Landschaftsgärtner Franck Boyer. "Es gab weniger Besucher, und damit auch weniger Krähen und Mäuse, die Lebensmittelreste fressen. Aber jetzt werden die Picknicks schnell wieder zunehmen." Das weltberühmte Louvre-Museum öffnet am 6. Juli wieder seine Pforten.

Auch Hotels und Campingplätze erwarten nun erstmals wieder Besucher aus ganz Frankreich - unter strengen Hygiene-Auflagen. Touristen aus anderen EU-Ländern müssen sich aber noch gedulden: Die Grenze soll für Reisende erst am 15. Juni öffnen.

Italien unternimmt indes ebenfalls einen weiteren Schritt in Richtung Normalisierung. Ab Mittwoch wird jegliche Einschränkung bei der Reisefreiheit abgeschafft, die Italiener können sich somit auch außerhalb ihrer Heimatregion frei im Land bewegen. Ausländer, die nach Italien reisen, müssen sich nicht mehr einer zweiwöchigen Quarantäne wie bisher unterziehen.

Erwartet wird eine starke Zunahme der Mobilität in Italien. Die Staatsbahnen stocken das Angebot an Zugverbindungen auf der Nord-Süd-Achse auf. Mehrere Flugverbindungen wurden neu eingeführt. Die Flughäfen, die seit Beginn der Epidemie in Italien am 20. Februar den Verlust von 45 Millionen Passagiere beklagen, hoffen auf einen Neustart.

Italien verzeichnete neuerlich einen Rückgang der täglichen Coronavirus-Toten. Von Montag auf Dienstag starben 55 Menschen am Coronavirus, während es in den vorangegangenen 24 Stunden 60 gewesen waren, teilte der italienische Zivilschutz mit. 318 Neuinfektionen wurden gemeldet, am Vortag waren es 178 gewesen. Insgesamt sind damit 33.530 Menschen in Italien am Coronavirus gestorben. Die Zahl der aktiv Infizierten sank unter die 40.000-Schwelle auf 39.893. In den Spitälern wurden 5.916 Personen behandelt, davon 408 auf Intensivstationen. 33.569 Personen befanden sich in Heim-Quarantäne, 160.092 Corona-Infizierte gelten als genesen.

Quelle: Agenturen