Burgenlands buntestes Weihnachtshaus darf im Lockdown keine Gäste empfangen

01. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Die Lichter leuchten trotz Corona, Gäste dürfen aber nicht hinein. Eine schmerzliche Erfahrung für Familie Gollnhuber und ihr Weihnachtshaus in Bad Tatzmannsdorf.

Pünktlich zum vergangenen ersten Adventwochenende ist es wieder so weit: Das Weihnachtshaus von Familie Gollnhuber im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf erstrahlt wieder in vollem Glanz.

Unzählige Lichterketten mit über 700.000 Lämpchen erleuchten den Garten. Sterne, Schlitten, Christbaumkugeln und allerhand Figuren zieren das Grundstück – eben alles, was ein richtiges Weihnachtshaus ausmacht.

Bereits im August hat die Familie mit den Aufbauarbeiten begonnen. Umso größer ist die nun die Enttäuschung bei Sabine Gollnhuber, dass ihr besuchbares Weihnachtshaus aufgrund des Lockdowns heuer noch kein Gast bewundern konnte.

Bis zu 2.000 Besucher am Tag

"Leider Gottes werden wir nicht belohnt mit dem Strahlen der Augen von den großen und kleinen Kindern, von den Erwachsenen, die dann durchgehen und wirklich die Weihnachtsbeleuchtung bestaunen. Ich hätte das nie geglaubt, dass wir heuer wieder keine Menschen reinlassen dürfen – an der frischen Luft durch unseren 5.000 Quadratmeter großen Garten", sagt Sabine Gollnhuber.

Jahr für Jahr zieht das Weihnachtswunder im Burgenland zahlreiche Besucher an: Wenn nicht gerade eine Pandemie herrscht, sind es oft 2.000 pro Tag.

Aber auch der vierte Lockdown hält Weihnachtsfans nicht davon ab, zumindest an dem imposant geschmückten Haus vorbei zu spazieren. Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen will die Familie ihre Gäste aber schützen und zumindest während des Lockdowns nicht auf dem Grundstück empfangen.

"Wir können von außen ein bisserl schauen, wir genießen trotzdem die schöne Stimmung", sagt eine Besucherin. Das sei nur einmal im Jahr, da wäre es schon gut, wenn man hineingehen könnte, sagt ein anderer.

Hoffen auf baldiges Öffnen

Dass bald wieder Menschen ihre Weihnachtswelt besuchen können, hofft auch die Gastgeberin selbst: "Natürlich vermisse ich die Menschen, denn es sind so schöne Freundschaften entstanden und sie kommen wirklich von nah und fern. Hier alleine zu stehen, bricht mir fast das Herz", sagt Sabine Gollnhuber.

Von ihrem großen Traum will sich die Weihnachtsliebhaberin nicht abbringen lassen: "Ich habe das begonnen, weil es ein Kindheitstraum war, eine Art Weihnachts-Disneyland zu schaffen. Ich schalte es jeden Tag ein, weil ich mich selbst an den Lichtern erfreue und ich werde nicht aufgeben." Sie sei eine "Kämpfernatur und hoffe, dass es am 13. Dezember möglich ist, aufzusperren.

Quelle: Redaktion / koa