APA - Austria Presse Agentur

Brand im Wiener Donauzentrum nach Stunden unter Kontrolle

20. Apr 2020 · Lesedauer 3 min

Für die Wiener Berufsfeuerwehr hat es am Montag ein Deja Vu gegeben. Wie schon im März 2019 hat es im Donauzentrum (DZ) gebrannt, und zwar im gleichen Gebäudeteil wie damals. Der Alarm war gegen 14.00 Uhr eingegangen, beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge war die Rauchsäule über dem größten Wiener Einkaufszentrum schon von weitem zu sehen. Es war der Beginn einer stundenlangen Brandbekämpfung.

Für die Wiener Berufsfeuerwehr hat es am Montag ein Deja Vu gegeben. Wie schon im März 2019 hat es im Donauzentrum (DZ) gebrannt, und zwar im gleichen Gebäudeteil wie damals. Der Alarm war gegen 14.00 Uhr eingegangen, beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge war die Rauchsäule über dem größten Wiener Einkaufszentrum schon von weitem zu sehen. Es war der Beginn einer stundenlangen Brandbekämpfung.

Aufgrund von rund 160 zum Einsatz gekommenen Feuerwehrleuten wurde im Laufe des Nachmittags zwangsläufig Alarmstufe 4 ausgerufen. Zu diesem Zeitpunkt waren nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Lukas Schauer gegenüber der APA - Austria Presse Agentur 39 Feuerwehr-Fahrzeuge an Ort und Stelle. Der Bereich rund um das DZ wurde großräumig gesperrt. Der in Flammen gestandene Dachteil war schon vor gut 13 Monaten betroffen, als ein Brand des Einkaufszentrums die Wiener in Atem gehalten hatte.

Das Donauzentrum ist wegen des Covid-19-Gesetzes derzeit zwar nicht geöffnet, einzelne Geschäfte der Nahversorgung wie Supermärkte und Drogerien sind aber schon in Betrieb. Hier wurde schnell gehandelt. "Vom Betreiber des Einkaufszentrums wurden Maßnahmen ergriffen", sagte Schauer gegenüber Puls24. "Bei unserem Eintreffen war das Gebäude daher schon evakuiert." Menschen kamen bis auf einen Feuerwehrmann nicht zu Schaden, laut der ORF-Sendung "Wien Heute" verletzte sich der Mann bei Schneidemaßnahmen am Fuß.

"Es ist ein sehr herausfordernder Einsatz", schilderte Schauer am späteren Nachmittag den Einsatz. "Die Einsatzkräfte befinden sich am Dach unter Leinensicherung im absturzgefährdeten Bereich. Sie müssen dort die Dachkonstruktion öffnen, um das Löschwasser auch wirklich zum Brand zu bringen. Diese Arbeiten finden mit Unterstützung der Höhenretter statt und mit speziellen Trenngeräten wird die Dachkonstruktion geöffnet. Unterstützt werden diese Arbeiten von Hub-Rettungsgeräten, das sind Teleskopmast-Bühnen und Drehleitern."

Der Einsatz fand laut Schauer im umfassenden Lösch-Angriff statt, indem die Flammen von mehreren Seite bekämpft wurden, auch vom Gebäude-Inneren aus. Am frühen Abend war der Brand schließlich unter Kontrolle. Eine Brandwache im Bereich der Kreuzung Wagramer Straße - Siebeckstraße sei aber noch für Stunden vonnöten, damit der Brand nicht wieder vom Neuen ausbreche.

Bezüglich der Brandursache habe laut Schauer das Landeskriminalamt Wien bereits die Ermittlung übernommen. Es stehe jedenfalls bereits fest, dass Dachsanierungsarbeiten stattgefunden haben. Nach dem Brand im DZ vor gut einem Jahr waren zwei Bauarbeiter wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst angezeigt worden. Die beiden dürften bei Schweißarbeiten im Zuge einer Renovierung den Brand verursacht haben.

Quelle: Agenturen