APA - Austria Presse Agentur

Bis zu 150 Tote nach Gletscherbruch in Indien befürchtet

07. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Bis zu 150 Menschen sollen laut örtlichen Behörden nach dem Abbruch eines Gletschers in Nordindien ums Leben gekommen sein.

Nach dem Abbruch eines Himalaya-Gletschers sind in Nordindien nach Befürchtungen der örtlichen Behörden am frühen Sonntag bis zu 150 Menschen ums Leben gekommen. "Die tatsächliche Zahl wurde noch nicht bestätigt", aber 100 bis 150 Menschen wurden für tot gehalten, sagte Om Prakash, ein Regierungsvertreter des Bundesstaates Uttarakhand.

Bis Sonntagnachmittag wurden sieben Menschen tot geborgen. Etwa ein Dutzend Menschen konnten aus einem Tunnel gerettet werden. Die Rettungsaktion dauert laut dem indischen Katastrophenschutz (NDRF) noch an. Zuvor hatte der Sender "CNN-News18" berichtet, zwei Arbeiter des staatlichen Stromerzeugers tot geborgen worden waren. 

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Der Gletscher sei in einen Damm gerauscht und habe eine Lawine aus Geröll und Wasser ausgelöst, die flussabwärts gestürzt sei, berichtete ein Augenzeuge. Dörfer seien wegen der Überschwemmungen evakuiert worden. Einheimische befürchteten, dass Arbeiter an einem nahegelegenen Wasserkraftprojekt ebenso mitgerissen wurden wie Dorfbewohner, die in der Nähe des Flusses auf der Suche nach Feuerholz waren oder ihr Vieh weideten.

Das Unglück ereignete sich am Sonntag in der Gegend um Joshimath im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand nach Angaben von SN Pradhan, dem Vorsitzenden des indischen Katastrophenschutzes. Eine Brücke sei weggeschwemmt und ein Elektrizitätswerk beschädigt, sagte Pradhan. Der gesamte Gletscher bewege sich flussabwärts, man habe deshalb bereits tieferliegende Dörfer gewarnt und eine Evakuierung in die Wege geleitet, so Pradhan weiter.

Quelle: Agenturen / apb