APA - Austria Presse Agentur

Biontech und AstraZeneca: Hoher Impfschutz gegen indische Variante

23. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Eine Studie aus Großbritannien zeigt: Die Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca sollen einen hohen Impfschutz gegen die indische Corona-Mutation, B.1.617.2., bieten. Beinahe so effektiv sollen diese Impfstoffe auch gegen die britische Mutation schützen.

Die Corona-Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca bieten laut einer Studie aus Großbritannien einen recht hohen Schutz gegen eine Erkrankung mit der zunächst in Indien aufgetretene Virus-Variante B.1.617.2. Die beiden Präparate schützen nach zweifacher Impfung beinahe so effektiv gegen eine durch diese Variante ausgelöste Corona-Erkrankung wie gegen eine durch die britische Variante B.1.1.7 hervorgerufene.

Großbritannien: Mutationen bedrohen weitere Öffnungen

UK-Korrespondentin Alina Nahler spricht über die Lage in Großbritannien wo Mutationen weitre Öffnungsschritte gefährden.

Laut einer Studie der Regierungsbehörde Public Health England (PHE) schützt der Impfstoff von Biontech demnach zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit 88-prozentiger Effektivität gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2., verglichen mit 93 Prozent bei der britischen Variante. Bei AstraZeneca liegt der Effekt gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2 bei 60 Prozent, verglichen mit 66 Prozent bei B.1.1.7. Beide Impfstoffe wiesen den Angaben zufolge drei Wochen nach der Erstimpfung eine 33-prozentige Effektivität bei B.1.617.2 auf, während sie bei der britischen Variante zu dem Zeitpunkt jeweils bei rund 50 Prozent lag.

Studie deckte alle Altersgruppen ab

Die Studie erfolgte zwischen dem 4. April und dem 16. Mai und deckte alle Altersgruppen ab. Die indische Variante gilt als besonders ansteckend und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in Indien in den vergangenen Monaten explodiert sind. In Großbritannien sind - Stand 19. Mai - mehr als 3.400 Fälle der Variante bestätigt worden.

Das britische wissenschaftliche Beratergremium Sage schrieb kürzlich, es sei "realistisch", dass die indische Variante bis zu 50 Prozent ansteckender sein könnte als die bereits als sehr ansteckend geltende Variante B.1.1.7.

Indische Mutation bestätigt: Gefahr für Österreich?

Verdachtsfälle der indischen Corona-Mutation in Österreich sind von der AGES bestätigt worden. Die Infektionskette konnte unterbrochen werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea