puls24 Logo

Bewaffnete töten in Nigeria mindestens 20 Menschen

Heute, 10:20 · Lesedauer 1 min

Im Zentrum Nigerias haben bewaffnete Angreifer mindestens 20 Menschen getötet. Wie eine örtliche Hilfsorganisation am Samstag mitteilte, überfielen "Banditen" im zentralen Bundesstaat Plateau Soldaten auf einer Routinepatrouille. Zwölf Sicherheitskräfte und acht weitere Menschen seien getötet worden. Anschließend überfielen die Angreifer ein nahe gelegenes Dorf, wo sie Häuser plünderten und Vieh stahlen.

In Teilen Nigerias sind seit Jahren als "Banditen" bekannte Banden aktiv. Sie überfallen Dörfer, entführen Menschen für Lösegeld und brennen Häuser nieder. Behörden und Experten zufolge arbeiten die bewaffneten Gruppen vermehrt mit jihadistischen Milizen zusammen.

Die nigerianische Armee hat ihre Einsätze gegen bewaffnete Banditen und Jihadisten zuletzt verschärft. Die Armee erklärt regelmäßig, große Zahlen an Kämpfern getötet zu haben. Im Nordwesten des Landes kommt es zudem immer wieder zu gewaltsamen Konflikten zwischen sesshaften Bauern und als Nomaden lebenden Hirten. Im Nordosten Nigerias verbreiten überdies die Islamisten-Miliz Boko Haram und die rivalisierende Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in Westafrika (ISWAP) Angst und Schrecken.

Zusammenfassung
  • Im zentralen Bundesstaat Plateau in Nigeria haben bewaffnete Angreifer mindestens 20 Menschen getötet, darunter 12 Sicherheitskräfte und 8 weitere Personen.
  • Nach dem Überfall auf eine Patrouille griffen die Täter ein nahe gelegenes Dorf an, plünderten Häuser und stahlen Vieh.
  • Die Behörden berichten, dass bewaffnete Banden in Nigeria seit Jahren aktiv sind und zunehmend mit jihadistischen Milizen kooperieren.