APA/APA/Police Gelsenkirchen/HANDOUT

Beute von Tresorcoup womöglich über 100 Millionen Euro

05. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Die Beute beim spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in der deutschen Stadt Gelsenkirchen lag möglicherweise über 100 Millionen Euro. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen, nachdem die "Bild"-Zeitung zuvor darüber berichtet hatte. Demnach hätten einzelne Kunden angezeigt, dass sie jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten.

Laut "Bild.de" macht die Herkunft des Geldes den Ermittlern teilweise Kopfzerbrechen. Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von "Hochzeitsgeldern" die Rede.

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Später sagte ein Polizeisprecher: "Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus." Die Schadenssumme lasse sich aber noch nicht seriös beziffern, so die offizielle Mitteilung.

Einsatzkräfte hatten den Einbruch am vergangenen Montag nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise über mehrere Tage hin.

Autokennzeichen gefunden

Indes stellten die Ermittler Autokennzeichen sicher, die womöglich zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören. Die Kennzeichen wurden in Dortmund gefunden, hieß es am Montag. Ob sie tatsächlich von den Fluchtfahrzeugen der Täter stammen, wird nun geprüft. Nach Informationen der "Bild" hatte ein Zeuge die Polizei am Sonntagnachmittag alarmiert. Die Kennzeichen seien in einem Abfallbehälter am Taxistand des Dortmunder Hauptbahnhofs entsorgt worden.

Zusammenfassung
  • Die Beute beim Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen könnte laut Sicherheitskreisen über 100 Millionen Euro betragen, wobei einzelne Kunden mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gelagert hatten.
  • Die Polizei spricht offiziell von einem 'mittleren zweistelligen Millionenbetrag' als Schadenssumme, nachdem zuvor eine Versicherungssumme von rund 30 Millionen Euro genannt wurde.
  • Fast alle der 3.250 Schließfächer wurden aufgebrochen, und Ermittler prüfen die Herkunft des Geldes, da es sich teilweise um Schwarzgeld oder Clan-Gelder handeln könnte.