Bergsteiger müssen für Zugang zum Mont Blanc Kaution zahlen

03. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Bürgermeister der Gemeinde Saint-Gervais auf der französischen Seite des Mont Blanc hat die Einführung einer Kaution in Höhe von 15.000 Euro für Bergsteiger beschlossen, die die Bergspitze erklimmen wollen. Der Bürgermeister, Jean-Marc Pelleix, beklagte, dass Dutzende von "Pseudo-Bergsteigern" die Empfehlung ignorieren würden, den Mont Blanc wegen der großen dürrebedingten Felsstürze nicht über die französische Normalroute aus zu besteigen.

Die Kaution von 15.000 Euro, die Bergsteigern hinterlegen müssen, würden den durchschnittlichen Kosten für die Bergung und die Beerdigung des Opfers entsprechen. "Es ist inakzeptabel, dass der französische Steuerzahler für diese Kosten aufkommen muss", beklagte der Bürgermeister in einer am Mittwoch veröffentlichten Presseaussendung.

Der Bürgermeister berichtete, dass am 30. Juli vier rumänische Touristen sich in kurzen Hosen sich auf den Weg zum Gipfel gemacht hätten. Rettungseinheiten an Bord eines Hubschrauber hätten sie dann zur Rückkehr aufgefordert.

Am 3. Juli waren bei einem Gletscherabbruch auf der Marmolata im Trentino elf Menschen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der Gemeinde Canazei verfügte vergangene Woche eine Ausweitung der sogenannten roten Zone, die nicht mehr betreten werden darf. Grund seien die mögliche Instabilität einer Felsnische und die Verbreiterung mehrerer Gletscherspalten, hieß es in der Mitteilung.

Quelle: Agenturen