Versuchte Bankomatsprengung in Niederösterreich
Der Entschärfungsdienst prüfte, ob sich Sprengmittel im Objekt befinden, und gab am Vormittag Entwarnung. Die Feuerwehr löschte den Brand.
Die Höhe des Schadens stand vorerst nicht fest. Das Landeskriminalamt (Bereich Raub, Assistenzbereich Tatort) hat die Erhebungen übernommen. Ein möglicher Zusammenhang mit anderen Bankomatsprengungen werde geprüft, hieß es.
Der Fall in Maria Laach am Jauerling ist die zweite versuchte Bankomatsprengung in Österreich in diesem Jahr nach einer im Jänner in Wien. 2025 waren es laut Heinz Holub-Friedreich vom Bundeskriminalamt (BK) bis zum 11. Februar sechs (drei in Wien, je eine in Nieder- und Oberösterreich sowie im Burgenland) gewesen, davon fünf vollendete Coups. Der BK-Sprecher führte den Rückgang auch auf die mit 1. März 2025 beim Bundeskriminalamt (BK) in Kooperation mit den Landeskriminalämtern eingerichtete "SOKO Bankomat" zurück, die inzwischen mehrere Schläge gegen international tätige Banden gelandet hat. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 30 Geldautomaten österreichweit angegriffen worden.
Zusammenfassung
- In Maria Laach am Jauerling (Bezirk Krems) versuchten Unbekannte am Mittwoch gegen 3.30 Uhr, einen Bankomaten in einem Vereinsgebäude zu sprengen, wobei es zu einem Brand kam.
- Die Alarmfahndung blieb erfolglos, der Entschärfungsdienst gab am Vormittag Entwarnung bezüglich weiterer Sprengmittel, und das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen.
- Es handelt sich um den zweiten derartigen Vorfall in Österreich im Jahr 2026, nachdem im Vorjahr 30 Geldautomaten angegriffen und bis 11. Februar 2025 bereits sechs Fälle registriert wurden.
