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Babymilch-Rückruf: 36 Verdachtsfälle in Großbritannien

05. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Die britische Gesundheitsbehörde hat bisher 36 Krankheitsmeldungen bei Kindern nach dem Konsum zurückgerufener Babynahrung registriert. Anfang Jänner hatten der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé und später der französische Konzern Danone in Großbritannien und anderen Ländern, auch in Österreich, gewisse Chargen von Säuglingsmilch zurückgerufen. Ein Zusammenhang wird nun überprüft.

Krankheitssymptome zeigten den Angaben zufolge Kinder in England, Schottland, Wales, Nordirland und den Kronbesitzungen. Sie hatten aus den vom Rückruf betroffenen Chargen Milchpulver konsumiert und anschließend Symptome gezeigt, wie sie auch bei einer Vergiftung mit dem Toxin Cereulid auftreten.

Bei einigen Kindern seien auch Infektionen mit saisonalen Viren festgestellt worden, die derzeit weit verbreitet zirkulieren, erklärte die Gesundheitsbehörde. Die Überwachung zeige für diese Jahreszeit keine ungewöhnliche Zunahme von Meldungen aus Spitälern und dem Gesundheitsdienst über Erbrechen bei Kindern unter einem Jahr. Die Behörden wollen die Vorfälle weiter untersuchen, um mögliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit zu begrenzen.

Zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter neben Nestlé auch Danone und Lactalis, haben seit Ende 2025 aufgrund eines Risikos der Cereulid-Kontamination in mehr als 60 Ländern Rückrufe von Säuglingsmilch durchgeführt. Hintergrund ist ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes und verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China.

Cereulid ist laut Gesundheitsbehörden ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Das Toxin ist extrem hitzestabil. Es wird selbst durch Kochen, Braten oder Pasteurisieren nicht zerstört.

Zusammenfassung
  • In Großbritannien wurden bisher 36 Krankheitsfälle bei Kindern nach dem Konsum von zurückgerufener Babymilch gemeldet.
  • Nestlé, Danone und weitere Hersteller haben seit Ende 2025 in über 60 Ländern, darunter auch Österreich, Säuglingsmilch wegen einer möglichen Cereulid-Kontamination zurückgerufen.
  • Das von Bakterien gebildete Gift Cereulid kann plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen und bleibt selbst durch Kochen oder Pasteurisieren aktiv.