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Aufräumarbeiten nach Vulkanausbruch vor Tonga dauern an

24. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Knapp zehn Tage nach dem gewaltigen Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha"apai dauern die Aufräumarbeiten im teilweise schwer verwüsteten Inselstaat Tonga an. Weite Teile des Archipels, darunter auch die Hauptinsel Tongatapu, waren noch immer von einer dicken Ascheschicht bedeckt. Den Behörden zufolge hat der Ascheregen, der auf die Inseln niedergegangen ist, der Landwirtschaft schwer geschadet.

Geräte und Zubehör zur Bearbeitung von Gärten und Feldern würden besonders dringend benötigt, damit die Menschen wieder selbst Nahrungsmittel anbauen könnten, zitierte der Sender "New Zealand Herald" am Montag die Regierung. Die Schulen sollen am kommenden Montag wieder öffnen - die Regierung bat um Lebensmittelspenden, damit die Kinder dort etwas zu essen bekämen.

Neuseeland schickte unterdessen ein drittes Marineschiff mit Hilfsmaterial in Richtung Tonga. Die "HMNZS Canterbury" werde in den nächsten Tagen im Archipel eintreffen, teilte die Regierung in Wellington mit. Die "HMNZS Wellington" und die "HMNZS Aotearoa", die unter anderem 250 000 Liter Trinkwasser an Bord hatte, waren bereits vor wenigen Tagen angekommen.

Der unterseeische Hunga-Tonga-Hunga-Ha"apai, der nur 65 Kilometer nördlich von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa liegt, war am 15. Jänner ausgebrochen und hatte eine gigantische Wolke aus Asche und Gas kilometerweit in die Höhe geschleudert. Experten zufolge war es eine der weltweit schwersten Eruptionen seit Jahrzehnten. Sie löste einen Tsunami aus, der den gesamten Pazifikraum alarmierte. Flutwellen erreichten sogar weit entfernte Regionen wie Alaska, Japan und Südamerika. Tongas Regierung bestätigte bisher drei Tote und mehrere Verletzte.

Quelle: Agenturen