APA - Austria Presse Agentur

Auch Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung für Impfstoff

16. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat bei der EMA eine Zulassung für seinen Impfstoff beantragt.

Der Pharma-Konzern Johnson & Johnson hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde um eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Das US-Unternehmen ist nach Biontech/Pfizer, AstraZeneca und Moderna der vierte Impfstoff-Hersteller, der um eine EU-Zulassung ansucht.

Der "Janssen" genannte Impfstoff solle beschleunigt geprüft werden. Eine Zulassung wird gegenwärtig auch in den USA geprüft. Eine Entscheidung darüber könnte bereits bis Mitte März getroffen werden.

Wirksamkeit bei mindestens 66 Prozent

Laut Studienergebnissen ist das Vakzin zu mindestens 66 Prozent wirksam gegen Covid-19. In Studien in den USA war es sogar noch effektiver. Dort lag die Wirksamkeit im Schnitt bei 72 Prozent. Allerdings gibt es auch bei "Janssen" die Sorge, auftretende Mutationen könnten die Wirksamkeit beeinflussen. Denn bei den Versuchsreihen in Lateinamerika und Südafrika wirkte der Impfstoff nur in 66 Prozent beziehungsweise 57 Prozent der Fälle.

Das Vakzin von Johnson & Johnson ist nämlich wie jenes von AstraZeneca ein sogenannter Vektorimpfstoff. Er enthält ein ungefährliches Virus, das Teile des Coronavirus-Bauplans in den Körper schleust. Diese bereiten das Immunsystem auf den echten Erreger vor. Vektorimpfstoffe erwiesen sich bisher bei Virus-Mutationen als weniger wirksam als die mRNA-Impfstoffe wie jene von Biontech/Pfizer und Moderna.

Überblick: Welche Corona-Impfstoffe gibt es?

Quelle: Redaktion / hos