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Asfinag warnt: Staus in der Reisezeit schlimmer als vor Corona

29. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit beginnt die Hauptreisezeit des Jahres. Das starke Aufkommen rund um Pfingsten oder Fronleichnam lassen auch für die Wochenenden im Juli und August enorme Verkehrsleistungen erwarten. Die Staus liegen zumindest auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019 oder übertreffen es deutlich, erwartet die Asfinag.

Die staatliche Infrastrukturgesellschaft will, um die Staus zu reduzieren die Zahl der Baustellen auf Reiserouten einschränken.

Pro Jahr werden rund 300 Großprojekte abgewickelt. Laut Eigenangabe werden von Mitte Juni bis Mitte September nur Projekte mit bau- und sicherheitstechnischer Notwendigkeit und straffen Zeitplänen umgesetzt. "Finden sich Baustellen auf wichtigen Reiserouten, dann sind die Baumaßnahmen absolut notwendig und lassen sich aufgrund der Arbeitsintensität oder Wichtigkeit nicht zu anderen Zeiten durchführen", sagte Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. Sanierungen im Sommer finden außerdem statt, wenn es um unaufschiebbare akute Instandsetzungen geht, zudem werden in Ballungsräumen Zeitfenster mit weniger Berufsverkehr genützt.

Haupt-Stau-Ursache sind Unfälle und Überlastung

Grundsätzlich gilt, dass immer die gleiche Anzahl an Spuren wie im "Normalzustand" zur Verfügung steht. Ausnahme ist im heurigen Sommer die Pyhrnautobahn (A9), wo in der Steiermark wie im südlichen Oberösterreich aus logistischen Gründen bei Tunnelbaustellen abschnittsweise Gegenverkehrsbereiche mit einem Fahrstreifen pro Richtung eingerichtet sind. Die vorrangige Ursache für Staus und Verzögerungen im Sommerreiseverkehr sind aber nicht Baumaßnahmen, sondern meist Unfälle, Pannen oder schlicht zu starker Verkehr, wenn sich Urlaubende gleichzeitig auf den Weg machen, so die Asfinag.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam