APA - Austria Presse Agentur

Ansteckungsgefahr in der Disko? Tausende Kontaktpersonen gesucht

13. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

In der Diskothek "Almrausch" in der Steiermark hat es einen corona-positiven Besucher gegeben. 380 andere Gäste haben sich registriert, die Polizei geht aber von rund 900 aus. In Wien wurden 1.500 Personen kontaktiert.

Ein Fall in der Steiermark zeigt wohl die aktuellen Grenzen des Contact Tracing auf. In der Diskothek "Almrausch" im steirischen Lannach gab es von 3. auf 4. Juli einen Besucher, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die übrigen 380 Besucher des Abends wurden mit dem heutigen Tag benachrichtigt und zu einem PCR-Test am morgigen Mittwoch eingeladen.

Da die örtliche Polizei aber davon ausgeht, dass an jenem Abend wohl rund 900 Gäste im Lokal waren, ruft das Land Steiermark nun alle damaligen Besucher auf, sich zu melden. Oft würden sich nämlich bei einer Besuchergruppe nur eine Person registrieren.

"Wenn, wie in diesem Fall leider doch Infizierte potentiellen Kontakt mit fast 1.000 Menschen hatten, ist es umso wichtiger, sich schnell zu melden und testen zu lassen, damit das gesundheitliche Risiko so gering wie möglich gehalten werden kann", meint etwa der Bezirkshauptmann von Deutschlandsberg Helmut-Theobald Müller. Betroffene sind aufgerufen, sich telefonisch unter der 0316/877-6700 zu melden.

"Schwarze Schafe" in der Nachtgastronomie

Auch in Wien soll ein Teil der Infektionen auf die wieder geöffnete Nachtgastro zurückzuführen sein. Laut "ZIB 2" gab es bisher sieben Fälle in Wiener Nachtclubs. Zwar sollen die Kontrollen und das Contact-Tracing im Nachtleben zum Großteil gut funktionieren, es gebe allerdings auch schwarze Schafe, hieß es in dem "ORF"-Beitrag. "Da gibt es keine Liste, da gibt es keine Kontrollen, da gibt es keine Masken bei den Mitarbeitern, da gibt es keine Nachweise bei den Mitarbeitern, da gibt es kein Corona-Konzept, also kein Covid-Konzept", sagte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen. Er forderte Nachschärfungen.

Laut "ORF" wurden in Wien mehr als 1.500 Personen dabei bereits als potenzielle Kontaktpersonen informiert. Der Großteil gelte als K2 und müsse damit nicht in Quarantäne, sondern werde lediglich gebeten, Masken zu tragen und soziale Kontakte einzuschränken, hieß es.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos / koa