Anschlag in Wien: Was wir bisher wissen

03. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Noch überschlagen sich die Meldungen über den Anschlag in Wien. Die bestätigten Fakten im Überblick.

  • Am Montagabend gegen 20 Uhr wurden Schüsse in der Seitenstettengasse in der Wiener Innenstadt gemeldet.
  • Vier Zivilpersonen wurden von dem Attentäter getötet. Mehrere weitere Passanten und ein Polizist schwer verletzt.
  • Laut Kurz: "Ein älterer Herr, eine ältere Dame, ein junger Passant und eine junge Kellnerin."
  • Ein Täter wurde von der Polizei erschossen. Seine Identität festgestellt.
  • Bei dem Tatverdächtigen wurde eine Langwaffe sichergestellt.
  • Er soll IS-Sympathisant gewesen sein, sagte Innenminister Karl Nehammer.
  • Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die Tat am Dienstagabend für sich reklamiert.
  • Er war 20 Jahre alt, hatte sowohl die österreichische als auch nordmazedonische Staatsbürgerschaft und war einschlägig wegen terroristischer Vereinigung vorbestraft.
  • Er trug eine eine Machete, eine Kalaschnikow und eine Attrappe eines Sprengstoffgürtels.
  • Der Täter war den Behörden bekannt und wegen Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden. Im Juni 2019 wurde er vorzeitig aus einer 22-monatigen Haftstrafe bedingt entlassen. Nehammer: "Er hat das System ausgenutzt und die Menschen getäuscht."
  • Bis zum späteren Abend wurden 17 Verletzte in verschiedene Wiener Spitäler eingeliefert, die bei dem Anschlag verletzt worden waren. Diese Zahl wurde am Dienstag auf 23 nach oben korrigiert.
  • Sieben davon galten als schwer verletzt, einer von ihnen war der angeschossene Polizist. Alle seien mittlerweile aus der Narkose erwacht, teilweise schwer verletzt, aber aus der kritischen Phase heraus.
  • Es wurden 18 Hausdurchsuchungen durchgeführt und dabei 14 Festnahmen durchgeführt.
  • Es gibt bisher sechs bestätigte Tatorte. Beim Ablauf der Attacken habe es "einen zeitlichen Zusammenhang" gegeben.
  • Die Bevölkerung übermittelte den ermittelnden Behörden 20.000 Videos mit einem Gesamtdatenvolumen von einem Terrabyte.
  • Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben die Tat als "Terroranschlag" bezeichnet.
  • Nehammer appelliert an die Bevölkerung, weiterhin zuhause zu bleiben und die Innenstadt zu meiden.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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Quelle: Redaktion / moe