Anschlag in Wien: Schweizer Verdächtige besuchten Wiener Attentäter

08. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Am Dienstag wurden in Winterthur zwei Männer verhaftet. Sie waren laut NZZ im Sommer in Wien.

Nicht nur mit Islamisten aus Deutschland, sondern auch aus der Schweiz hatte der Terrorist von Wien Kontakt. Wie die "NZZ am Sonntag" berichtet, besuchten die am Dienstag in Winterthur verhaftete Männer im Sommer Wien und den Terroristen.

Demnach waren die Männer im Alter von 18 und 24 Jahren zwischen den 16. Und 20. Juli in Wien. Dort besuchten sie nicht nur die Tauhid-Moschee, sondern trafen auch den Attentäter.

Laut "SonntagsBlick" sind auch zwei Islamisten aus Deutschland dabei gewesen. Und: Nach einem Tipp aus Deutschland sollen heimische Behörden das Treffen observiert haben.

Laut "NZZ am Sonntag" wird vermutet, dass der Attentäter auch im Kanton Zürich war.  

Bundesanwaltschaft übernimmt

Die Bundesanwaltschaft (BA) übernimmt nächste Woche das Verfahren gegen die zwei verhafteten Männer. Es müssten nur noch "Fragen des Timings" und der konkreten Koordination geklärt werden. Danach werde die BA mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich "die Übergabe des Falles umsetzen", teilte die BA am Sonntag mit. Sie bestätigte damit eine Meldung in der Zeitung "Sonntagsblick".

Der 18- und der 24-Jährige sind bereits in zwei laufende Terrorismus-Strafverfahren der BA involviert. Der Ältere der beiden Verhafteten ist Beschuldigter in einem dieser Verfahren. Der Jüngere ist zudem Beschuldigter in einem Verfahren der Jungendanwaltschaft Winterthur.

Anschlag in Wien

Ein Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hatte am Montagabend in der österreichischen Hauptstadt vier Menschen getötet und mehr als 20 Menschen zum Teil schwer verletzt, bevor er selbst durch Polizeischüsse starb. Der 20-jährige Attentäter war nach Überzeugung der Ermittler Teil eines radikal-islamistischen Netzwerks, das über Österreich hinausreicht. Er agierte laut Polizei in einem 75 Meter Radius, die Polizei gewährte auch Einblick in das Einsatzprotokoll.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe