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Angst vor Randalen: 1.000 zusätzliche Polizisten zu Silvester

28. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Das Innenministerium setzt zu Silvester auf zusätzliche Polizisten. Scheinbar fürchtet man Randale und Ausschreitungen.

Die österreichische Polizei bereitet sich intensiv auf die kommende Silvesternacht vor. Aufgrund der Ausschreitungen vergangener Jahre und den Halloween-Krawallen in Linz hat Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) Bundespolizeidirektor Michael Takacs und die Landespolizeidirektoren mit Maßnahmen beauftragt. Bundesweit werden 1.000 Polizisten zusätzlich eingesetzt. "Wer sich nicht an die Grundregeln für ein friedliches Zusammenleben hält, muss mit Konsequenzen rechnen", so Karner.

Drohnen im Einsatz

Die Maßnahmen sollen laut einer Aussendung an die Bedürfnisse und Gegebenheiten der jeweiligen Bundesländer und ihrer Hauptstädte angepasst werden. In allen neun Landesteilen werden Mitglieder der Einsatzeinheit, Bereitschaftseinheiten, Schnellen Interventionsgruppen, Diensthundestreifen und Beamte in Zivil verstärkt im Einsatz sein. Zur Aufklärung sollen auch Drohnen eingesetzt werden. Auch soziale Medien und andere Orte im Internet sollen von den Landeskriminalämtern und den Landesämtern für Verfassungsschutz im Auge behalten werden.

Die Einsatz-Erfahrungen der vergangenen Jahre, aber auch die Erkenntnisse der Linzer Halloweennacht wurden in die Einsatzkonzepte für Silvester eingearbeitet. Die Silvesternacht mit ihren alkohol- und pyrotechnik-verursachten Unfällen sowie Streitigkeiten bis hin zu Ausschreitungen im öffentlichen Raum fordert die Einsatzkräfte jedes Jahr, besonders auf Krawalle will man dieses Mal aber besonders gut vorbereitet sein.

Wien: Pyrotechnik innerhalb der Stadtgrenzen verboten

Auch die Wiener Polizei stockt zu Silvester auf und hat aufgrund der Einsatzerfahrungen der vergangenen Jahre und jenen der Linzer Halloweennacht ein Einsatzkonzept erarbeitet. In dieses sind auch die Recherchen in den sozialen Netzwerken eingeflossen, hieß es am Mittwoch. Bereits vor dem Jahreswechsel werde man erhöhte Präsenz durch uniformierte Kräfte zeigen und spezielles Augenmerk auf spontan auftretende Ereignisse legen.

Vorbereitungen in Wien

Da gerade bei Veranstaltungen wie dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Jänner mit Störaktionen gerechnet werden muss, würden die Schutzmaßnahmen deutlich erhöht. Zahlreiche zivile Polizeikräfte werden zusätzlich im Einsatz sein.

Zusätzlich zu den Regeldienstkräften wurden weitere 500 Beamte abkommandiert - u.a. Kräfte der WEGA, der Polizeidiensthundeeinheit, der Einsatzeinheit, der Bereitschaftseinheit und der Landesverkehrsabteilung werden rund um den Jahreswechsel Dienst versehen. Auch Drohnen würden eingesetzt.

Das Zünden vieler gängiger Pyrotechnik ist innerhalb der Stadt ausdrücklich verboten. Die Polizei werde repressiv gegen Verstöße vorgehen. Es drohen Geldstrafen bis zu 3.600 Euro. Gewarnt wird vor Taschendieben im dichten Gedränge, etwa am Silvesterpfad. Dort wird aus Sicherheitsgründen auch eine Videoüberwachung installiert. An die Feiernden wird appelliert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu kommen.

Quelle: Agenturen