Riedl: "Freitags demonstrieren Kinder für die Zukunft, samstags Eltern gegen Alternativenergie"

29. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Ausbau der erneuerbaren Energie scheitert laut Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebunds, vor allem an der Kommunikation. Beim Thema Energiesparen spricht sich Riedl für Eigenverantwortung aus.

"Am Freitag gehen die Kinder demonstrieren für die Zukunft, und am Samstag deren Eltern gegen die Alternativenergie, das kann ja so nicht funktionieren", sagt Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebunds zum Ausbau der erneuerbaren Energie. Dabei scheitert es hier laut ihm sehr oft an der Kommunikation. Als Beispiel nennt er im Newsroom LIVE den Windpark in Niederösterreich, dessen Planung aufgrund von mehreren Widerständen acht Jahre gebraucht habe. "Das sind Verfahren, die unmöglich sind", so Riedl.

Eigenverantwortung beim Energiesparen

Hinsichtlich der aktuell steigenden Energiepreise "haben wir große Sorgen", meint Riedl. Schulen, Kindergärten, Pflegeheime und andere soziale Einrichtungen sind allesamt davon betroffen. Er sei davon überzeugt, dass "jeder einzelne und auch die Gemeinden" einen Beitrag zum Energieeinsparen leisten können. Dennoch fehle ihm "ein bisschen das Thema Eigenverantwortung". Geeignete Einsparungsmöglichkeiten sieht der Präsident des Österreichischen Gemeindebunds in der Weihnachts- und Straßenbeleuchtung.

Das finanzielle Problem der Wien Energie, könne laut Riedl auch andere Energielieferanten treffen. Ausschlaggebend dafür ist, dass das System am Energiemarkt – eine Anzahlung zur Absicherung zu leisten – für alle gleich ist. Wichtig sei es laut ihm nur, dass eine Strom-Grundversorgung gewährleistet ist. Auf einer zweiten Ebene könne man dann über die Strom-Gas-Koppelung sprechen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea