Aktivistinnen skandierten in Oe24-Büros gegen Berichterstattung

07. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Am Mittwoch verschafften sich mehrere vermummte Personen Zutritt zu den Büroräumen von "oe24" und protestierten gegen deren Berichterstattung im Zusammenhang mit Femiziden.

Kurz vor halb drei Uhr Nachmittag verschafften sich laut Polizei mehrere hauptsächlich weibliche Personen Zutritt zum Mediengebäude in der Friedrichstraße in der Wiener Innenstadt. Laut "Österreich" seien die Aktivistinnen der  "Alerta Feminista" über den Müllraum ins Haus gekommen. 

Die vermummten Frauen hatten Transparente dabei und skandierten teils mit einem Megaphon gegen die "unglaublich grausame" Femizid-Berichterstattung des Mediums. Laut Angaben der Chefredaktion verteilten die Aktivistinnen Flugzettel, auf denen sie sich gegen den Vorwurf, sexualisierte Gewalt sei importiert, verwehrten. Sie sei stattdessen die "Konsequenz einer sexistischen Gesellschaft, von Kapitalismus und Patriarchat". 

Keine Festnahmen

Die Polizei wurde gerufen, traf jedoch in den Büros niemanden mehr an. Es habe sich "um einen Art Aktivismus" gehandelt, so der Pressesprecher. In der unmittelbaren Umgebung der Redaktion kam es daraufhin zu fünf Anhaltungen, Festnahmen gab es laut PULS 24 Anfrage jedoch keine. Angaben des Mediums, dass die Flüchtenden im Anschluss versuchten, die Secession am Karlsplatz zu besetzen bestätigte die P0lizei nicht. Stattdessen wurde die Identitätsfeststellungen im Bereich der Secession durchgeführt.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, nach ersten Angaben kam es aber weder zu Sachbeschädigungen noch zu Verletzten. 

Schon Mitte Mai kam es zu einer Demonstration vor dem Verlagshaus. Damals protestierten rund 450 Teilnehmer gegen Wolfgang Fellner, der aufgrund von Vorwürfen der sexuellen Belästigung damals in die Medien geraten war und gegen die "ebenso sexistische Berichterstattung über Feminizide".

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam