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Aktivistinnen bewerfen Van-Gogh-Bild mit Tomatensuppe

15. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Anti-Öl-Aktivistinnen haben das Gemälde "Sonnenblumen" des Niederländers Vincent van Gogh in London mit Tomatensuppe beworfen. Das Bild habe die Suppenattacke jedoch unbeschadet überstanden, meldet das Museum.

Die beiden Mitglieder der Organisation "Just Stop Oil" verschütteten am Freitag in der National Gallery in London den Inhalt zweier Dosen Tomatensoße über Vincent van Goghs Gemälde "Sonnenblumen".

Die Aktivisten wollten ein Zeichen gegen die Förderung fossiler Brennstoffe setzen und forderten die britische Regierung auf, neue Öl- und Gasprojekte zu stoppen.

Gemälde nicht beschädigt

Das Museum teilte mit, dass dadurch lediglich kleinere Schäden am Rahmen entstanden seien. Das Bild, das einen Schätzwert von umgerechnet rund 84 Millionen Euro hat, sei aber nicht beschädigt worden. Das Werk wurde gereinigt und am selben Tag noch an seinen Platz zurückgebracht.

Kunst mehr wert als Leben?

"Ist Kunst mehr wert als Leben? Mehr als Essen? Mehr als Gerechtigkeit", twitterte unterdessen "Just Stop Oil". "Die Lebenshaltungskostenkrise und Klimakrise wird durch Öl und Gas getrieben." Sicherheitskräfte führten die Frauen ab.

Aktivistinnen wird Sachbeschädigung vorgeworfen

Nun sind Anschuldigungen gegen die zwei Klimaaktivistinnen erhoben worden - ihnen wird Sachbeschädigung vorgeworfen. Wie die Nachrichtenagentur PA berichtete, bekannten sich die 20 und 21 Jahre alten Frauen am Samstag nicht schuldig, den Rahmen des Bildes beschädigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft müsse beweisen, dass Schäden verursacht worden seien, erklärte Verteidigerin Katie McFadden. Die Frauen kamen nach PA-Angaben gegen Kaution auf freien Fuß, dürfen aber keine Galerien oder Museen betreten und an öffentlichen Orten auch keine Farbe oder Klebstoff bei sich tragen. Ihr Verfahren vor einem Londoner Gericht wurde demnach auf den 13. Dezember angesetzt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / ddj