APA/HERBERT PFARRHOFER

57 Personen aus brennendem Hotel in Vorarlberg evakuiert

08. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Bei einem Hotelbrand in Warth am Arlberg haben sich in der Nacht auf Freitag 57 Personen in Sicherheit bringen müssen. Aufgrund der zunächst unklaren Lage gab die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch überregional Großalarm für die Einsatzkräfte. Nach "dramatischen ersten Minuten" sei aber rasch klar gewesen, dass alle Personen das Gebäude verlassen konnten, so ein Sprecher der RFL. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden dürfte beträchtlich sein.

Erste Notrufe gingen bei der RFL kurz nach Mitternacht ein. Die Anrufer berichteten von einem Fassadenbrand, Personen standen nach Hilfe rufend auf den Balkonen des Viersterne-plus-Hotels. Die Hoteleigentümer begannen umgehend mit Handfeuerlöschern mit der Brandbekämpfung und brachten Gäste sowie Personal aus dem Haus. Weil zu dem Zeitpunkt unklar war, wie viele Personen im Haus waren, und man von mutmaßlich vielen Verletzten ausging, wurde Großalarm ausgelöst. Gegen 1.30 Uhr seien jedoch alle Personen im Freien gewesen, so die RFL. Drei erlitten laut Polizeiangaben leichte Verletzungen wie Abschürfungen.

Eine unruhige Nacht hatte auch der Warther Bürgermeister Stefan Strolz, selbst mit in der Einsatzleitung tätig. "Man sieht, wie wichtig es ist, schlagkräftige Wehren in der Nähe zu haben", so sein Fazit. Zu Hilfe kamen alle Feuerwehren bis Mellau (Bregenzerwald), selbst aus dem benachbarten Lechtal rückten Einsatzkräfte aus. Strolz zeigte sich dankbar, dass niemand verletzt wurde. Bergrettung und Rotes Kreuz hätten sich um die Evakuierten gekümmert, diese kamen in einem benachbarten Hotel unter.

Bei Eintreffen der Feuerwehr sei bereits die gesamte ostseitige Schindelfassade in Vollbrand gestanden, so Strolz. Durch das rasche Handeln habe man aber größeren Schaden verhindern können. Das Gastlokal und einzelne Zimmer des erst kürzlich renovierten Hauses wurden schwer beschädigt, auch der Dachstuhl sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Großteil des Gebäudes ist laut Strolz bis auf den Rauch aber nicht betroffen. Derzeit seien Statiker an Ort und Stelle, um die Lage zu prüfen. Für die betroffenen Hotelbetreiber sei der Brand "ein schwerer Schlag".

Die Brandursache war laut Polizeiangaben vorerst unklar. Ermittler des Landeskriminalamts nahmen Untersuchungen auf. Die Höhe des Sachschadens war am Freitag noch offen.

Quelle: Agenturen