APA - Austria Presse Agentur

500 Gratiskurse im Rahmen der "Bewegt im Park"-Initiative

23. Juni 2020 · Lesedauer 3 min

Im Rahmen der Initiative "Bewegt im Park" finden bis 15. September österreichweit 500 kostenlose Kurse in Parks und öffentlichen Plätzen statt. Knapp 70.000 Teilnehmer wurden am Dienstag in Wien als Ziel der Initiative ausgelobt. Corona habe bereits viele Menschen zum Sport gebracht, konstatierte Peter Lehner, der Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger.

Im Rahmen der Initiative "Bewegt im Park" finden bis 15. September österreichweit 500 kostenlose Kurse in Parks und öffentlichen Plätzen statt. Knapp 70.000 Teilnehmer wurden am Dienstag in Wien als Ziel der Initiative ausgelobt. Corona habe bereits viele Menschen zum Sport gebracht, konstatierte Peter Lehner, der Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger.

Neben dem Coronaspeck gebe es nunmehr auch den Coronasport. "Wir wissen, dass Sport und Bewegung und ein gesunder Lebensstil unglaublich viel beitragen für ein gesundes Leben", sagte Lehner. "Jeder, der sich hier betätigt, hat die Chance, gesünder zu sein und auch wenn es zu Erkrankungen im Bereich Corona kommt, kann man die Krankheit besser überstehen", meinte der Chef des Kassen-Dachverbands.

Die "Bewegt im Park"-Kurse werden bereits zum fünften Mal abgehalten, erstmals in ganz Österreich. Hier müsse er auch seine "Vorgänger da und dort loben, wenn es was zu loben gibt", konstatierte Sportminister Werner Kogler (Grüne). Das Projekt sei bereits zu einem "Förderklassiker geworden" und soll auch in Zukunft weiter abgehalten werden. Ob Yoga, Ballsport oder Tanzen - seit 22. Juni bis 15. September finden die Kurse statt, in Kooperation mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger und den Sport-Dachverbänden. Das Angebot ist niederschwellig, egal welches Alter oder Fitnesslevel, jeder kann kostenlos teilnehmen.

Bewegung im Freien war auch während des Lockdowns erlaubt, "wir haben das nicht ganz unschlau gemacht", meinte Kogler. Nach der "Zeit des Stillstands" gebe es nun ein "Comeback des Sports, der Bewegung", sagte der Sportminister. Schließlich habe man "ein paar Tausender durch den Lockdown auch gesparrt", nun gehe es darum, zu schauen, "wie wir das in der zweiten Halbzeit investieren können", meinte Kogler.

Seit Sommer 2016 finanzieren der Dachverband der Sozialversicherungsträger und das Sportministerium das kostenlose Bewegungsangebot. Trainer der Sportdachverbände ASKÖ, ASVÖ und der Sportunion halten die Kurse vom Boden- bis zum Neusiedlersee ab. 170 Locations gibt es österreichweit, bei denen man sich "gemeinsam aktiv sportlich begegnen" kann, sagte Lehner. "Das Angebot ist kostenlos, aber ganz sicher nicht umsonst", konstatierte ASKÖ-Präsident Hermann Krist.

Bewegung an der frischen Luft schaffe mehr Immunität, meinte Siegfried Robatscher, ASVÖ-Präsident. Man müsse "nicht nur eine Pandemie bekämpfen, sondern auch eine Seuche, die Bewegungsarmut", sagte Robatscher. Denn diese "führt zu Krankheiten, der können wir entgegenwirken, wenn wir uns in der frischen Luft bewegen". An den rund 500 Kursen kann man kosten- und anmeldefrei teilnehmen. Leichtathletin Beate Schrott unterstützt die Initiative, die sie "als Sportlerin und Medizinerin bemerkenswert findet". "Niederschwelliger geht es nicht", konstatierte die Hürdenspringerin. Damit sei den Österreichern jegliche Entschuldigung genommen, warum sie nicht Sport machen können.

"Wir schaffen die Möglichkeit, dass jede Österreicherin und jeder Österreicher selbst eigenverantwortlich einen Beitrag leisten kann", sagte auch Peter McDonald, Präsident der Sportunion. Österreich werde europaweit um seine flächendeckende Sportinfrastruktur beneidet, meinte McDonald. Die Vereinsstruktur werde von mehr als einer halben Million Ehrenamtlichen getragen. "Wir sollten alles unternehmen, dass wir 100 Prozent der Sportvereine durch die Krise bekommen", forderte McDonald. Laut ihm ist jeder vierte Österreicher und jedes zweite Kind in einem Sportverein. Kinder lernen dabei "den Umgang mit Siegen und Niederlagen", wie man mit Fairness erfolgreich sein kann. Er forderte die Öffnung der Schulsportmittel - "keiner versteht, dass an 180 schulfreien Tagen die Schulsportstätten geschlossen sind", sagte McDonalds. Außerdem brauche es "ordentlich ausfinanzierte Leistungsvereinbarungen".

(S E R V I C E - Infos, Termine und Orte in allen Bundesländern online unter www.bewegt-im-park.at)

Quelle: Agenturen