45 Tote durch schwere Überschwemmungen in Kenia
Bis Sonntag waren nach Polizeiangaben 23 Tote geborgen worden. Am Montag stieg die Zahl der Toten nach Angaben eines Polizeisprechers auf 45.
Es habe so lange geregnet, dass "der Fluss über die Ufer trat, Autos weggespült wurden und Wasser in unsere Geschäfte strömte", sagte Frederick Wasonga, der in der Innenstadt Autoteile verkauft. Viele Menschen hätten ihr Hab und Gut verloren. Die Wut vieler Menschen richtet sich nun gegen Nairobis Gouverneur Johnson Sakaja, der bei seinem Amtsantritt 2022 versprochen hatte, die Entwässerungs- und Straßeninfrastruktur zu verbessern.
Zahlreiche Studien belegen, dass heftige Nässe- und Dürreperioden in Ostafrika in den vergangenen 20 Jahren häufiger geworden sind. Wissenschafter warnen schon lange, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit, Dauer und Intensität extremer Wetterereignisse wie Starkregen erhöht.
Zusammenfassung
- Bei schweren Überschwemmungen in Kenia sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 2.200 mussten ihre Häuser verlassen.
- In Nairobi verwandelten starke Regenfälle am Freitagabend Straßen in reißende Flüsse und überschwemmten tausende Häuser und Geschäfte in verschiedenen Stadtteilen.
- Wissenschaftler machen den vom Menschen verursachten Klimawandel für die Zunahme und Intensität extremer Wetterereignisse wie diese Überschwemmung verantwortlich.
