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41 Tote: Hunderte trauern nach Kirchen-Feuer in Kairo

14. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Bei einem Brand in einer koptischen Kirche im Großraum von Kairo sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sind mehrere Kinder sowie der Priester. Grund dürfte eine defekte Klimaanlage sein. Hunderte Trauernde versammelten sich nach dem Unglück.

Das Feuer brach Berichten zufolge gegen Ende eines Gottesdienstes am Sonntagfrüh in Gizeh aus, das zum Großraum Kairo gehört. Das Innenministerium erklärte, eine defekte Klimaanlage in einem oberen Stockwerk habe den Brand ausgelöst. Augenzeugen sagten der privaten Zeitung "Al-Masry Al-Youm" zufolge, nach einem Stromausfall sei es dort zu einem Kurzschluss gekommen.

In dem dichten Rauch sei Panik ausgebrochen, Gläubige sprangen um dem Feuer zu entkommen aus dem Fenster. Rund 5.000 Personen seien zu einem Gottesdienst in der Abu-Sifin-Kirche zusammengekommen.

Präsident Abdel Fattah al-Sisi rief Kopten-Papst Tawadros II. an, um sein Beileid auszudrücken. Die Behörden des Landes würden nach dem tragischen Vorfall sämtliche Unterstützung zur Verfügung stellen.

30 Rettungswagen im Einsatz

30 Krankenwagen waren im Einsatz, um die Opfer zu versorgen oder in Krankenhäuser in der Nähe zu bringen. Mindestens Zwölf Menschen wurden am Sonntag in Krankenhäusern behandelt. Ministerpräsident Mustafa Madbuli besuchte einige der Patienten.

Brand nach zwei Stunden unter Kontrolle gebracht

Nach etwa zwei Stunden brachten Zivilschützer den Brand unter Kontrolle. Fünf von ihnen wurden bei den Löscharbeiten verletzt. Der Nachrichtensender Al-Jazeera veröffentlichte das Bild eines erschöpften Feuerwehrmanns in einem ausgebrannten Raum. Auch ein Team der Staatsanwaltschaft machte sich auf den Weg, um den Brandort zu untersuchen und die genauen Ursache weiter zu klären.

Im vorwiegend muslimisch geprägten Ägypten leben mehr als 100 Millionen Menschen. Rund zehn Prozent der Bevölkerung sind christlichen Glaubens, die meisten von ihnen sind Kopten.

Auch das österreichische Außenministerium reagierte auf das Unglück: "Wir sind zutiefst bestürzt über das tragische Feuer in der Abu-Sifin-Kirche in Gizeh, bei dem mehrere Dutzend Menschen, darunter auch Kinder, ums Leben kamen. Unser aufrichtiges Beileid gilt den Menschen in Ägypten und denen, die geliebte Menschen verloren haben. Allen Verletzten wünschen wir eine rasche Genesung", hieß es in einer Mitteilung auf Twitter.

Quelle: Agenturen / Redaktion / ddj/lam