APA - Austria Presse Agentur

300 Liter Säure ausgetreten: Werkzeughersteller evakuiert

21. März 2020 · Lesedauer 2 min

300 Liter verdünnte Salpetersäure sind am Freitagnachmittag in der Härterei des Werkzeugherstellers Leitz in Riedau (Bezirk Schärding) ausgetreten. Rund 40 Mitarbeiter des Unternehmens mussten vorübergehend evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehren rückten mit Atemschutzanzügen an, um die giftige Säure zu beseitigen, berichtete das Bezirks-Feuerwehrkommando Schärding.

300 Liter verdünnte Salpetersäure sind am Freitagnachmittag in der Härterei des Werkzeugherstellers Leitz in Riedau (Bezirk Schärding) ausgetreten. Rund 40 Mitarbeiter des Unternehmens mussten vorübergehend evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehren rückten mit Atemschutzanzügen an, um die giftige Säure zu beseitigen, berichtete das Bezirks-Feuerwehrkommando Schärding.

Ein technischer Defekt an einer Umwälzpumpe dürfte laut Feuerwehr der Auslöser für den Säureaustritt gewesen sein. Ein Mitarbeiter alarmierte sofort die Betriebsfeuerwehr. Die 25 Prozent verdünnte Salpetersäure wird zum Reinigen eines Nickel-Beckens verwendet. "Sobald die Säure auf Eisen trifft, reagiert das und es entstehen nitrose Gase, die giftig sind", erklärte der Kommandant der Betriebsfeuerwehr Alois Schwarz im Gespräch mit der APA.

Zuerst wurden die metallischen Teile entfernt. Dann belüfteten Feuerwehrleute belüftete die Härterei mit einem Hochleistungslüfter. Danach trugen die Einsatzkräfte chemische Bindemittel auf die ausgetretene Säure auf. Wegen der großen Menge an ausgetretener Säure alarmierte die Betriebsfeuerwehr auch die Feuerwehren St. Marienkrichen, Wels und die Freiwillige Feuerwehr Riedau. Gemeinsam trugen die 35 Feuerwehrleute weitere Bindemittel auf und reinigten die Räumlichkeiten im Anschluss. "Nach einer Stunde konnte ich die Produktion wieder freigeben", sagte Schwarz.

Die verwendete Schutzbekleidung der Schutzstufe 2 musste nach dem Einsatz bei einem Dekontaminationsplatz gereinigt werden. Neben der Polizei war auch das Rote Kreuz vorsorglich an Ort und Stelle. Verletzt wurde niemand. Laut Geschäftsführer Christian Zahn bestand auch für die Umwelt zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, da die kontaminierten Räumlichkeiten chemisch abgedichtet sind.

Quelle: Agenturen