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20.000 Liter Öl in Fluss nach Leck in russischem Kraftwerk

02. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Nahe der sibirischen Stadt Norilsk ist es zu einem schwerwiegenden Öl-Unfall gekommen: 20.000 Liter Diesel seien nach einem Leck in einem Wärmekraftwerk vergangene Woche in den Fluss Ambarnaja geströmt, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am Dienstag mit. Die Behörden riefen den Notstand aus.

Nahe der sibirischen Stadt Norilsk ist es zu einem schwerwiegenden Öl-Unfall gekommen: 20.000 Liter Diesel seien nach einem Leck in einem Wärmekraftwerk vergangene Woche in den Fluss Ambarnaja geströmt, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk am Dienstag mit. Die Behörden riefen den Notstand aus.

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Errichtung eines Damms, mit dem ein Abfließen des Öls in einen See verhindert werden soll. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Auf vom WWF veröffentlichten Satellitenbildern sowie in den Online-Netzwerken verbreiteten Videos war die Öl-Verschmutzung im Ambarnaja-Fluss deutlich zu sehen.

Nach Angaben des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel wurde der Unfall durch ein Leck an einem Dieseltank in dem Wärmekraftwerk ausgelöst. Demnach wurde der Dieseltank beschädigt, als die ihn stützenden Pfeiler unerwartet in den Boden absanken. Die Pfeiler hätten den Tank "seit 30 Jahren ohne Probleme" gestützt, erklärte das Unternehmen.

Die über dem Polarkreis gelegene Großstadt Norilsk ist auf Permafrost gebaut. Die klimawandelbedingte Eisschmelze bedroht die gesamte Infrastruktur der Stadt.

Der Chef von Norilsk Nickel, Sergej Lipin, erklärte, dutzende Arbeiter hätten bereits 500 Kubikmeter des verschmutzten Wassers entfernt. Die Säuberungsaktion dauere zudem weiter an. Nach Angaben der staatlichen russischen Umweltaufsicht wurde durch den Unfall kein Grundwasser verseucht.

Bereits vor vier Jahren war es in einem von Norilsk Nickel betriebenen Werk zu einem Schadstoff-Unfall gekommen, bei dem ein anderer Fluss in der Region massiv verschmutzt wurde. Gegen den Konzern wurde damals eine Geldstrafe von umgerechnet weniger als tausend Euro verhängt.

Quelle: Agenturen