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18-Jähriger verkauft gefälschte Kopfhörer in Wien

Heute, 10:31 · Lesedauer 2 min

Die Polizei hat einen 18-Jährigen ausgeforscht, der sich mit gefälschten Kopfhörern zumindest mehrere hundert Euro erschlichen haben soll. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich war der ukrainische Staatsbürger seit August des Vorjahres aktiv, am 9. Dezember wurde er schließlich festgenommen. Die gefälschten Geräte, Duplikate hochpreisiger Kopfhörer einer US-Marke, dürfte er über das Internet bezogen haben. Auch die Opfer fand er über eine Online-Verkaufsplattform.

Ausgangspunkt war die Anzeige eines Betrogenen, der die ihm verkauften kabellosen Kopfhörer als Fälschung erkannte. Ein Kriminalsachbearbeiter der Polizeiinspektion Deutschmeisterplatz in der Wiener Innenstadt startete die Erhebungen. Er wies dem 18-Jährigen mindestens neun Betrugshandlungen nach. Bei einem weiteren Verkaufsversuch standen Beamte der Inspektion Kärntnertorpassage bereit und nahmen den Verdächtigen in flagranti am Opernring fest.

Sie fanden bei ihm fünf Kopfhörer. Eine Hausdurchsuchung förderte weitere acht Geräte und gefälschte Rechnungen zutage. Auch 700 Euro Bargeld wurden sichergestellt. Der junge Mann verweigerte die Aussage, er wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Polizei ermittelt weiter. Vermutet wird, dass dem Verdächtigen weitere Betrugshandlungen nachgewiesen werden können.

Detail am Rande: Unklar blieb, warum die Opfer überhaupt auf das Angebot des 18-Jährigen ansprangen. Die Kopfhörer waren bei offiziellen Händlern sowohl im Geschäft als auch online deutlich günstiger - und original - zu erwerben.

Zusammenfassung
  • Ein 18-jähriger Ukrainer wurde am 9. Dezember in Wien festgenommen, nachdem ihm mindestens neun Betrugsfälle mit gefälschten Kopfhörern einer US-Marke nachgewiesen wurden.
  • Bei der Festnahme und einer anschließenden Hausdurchsuchung stellte die Polizei insgesamt 13 Kopfhörer, gefälschte Rechnungen und 700 Euro Bargeld sicher.
  • Der Verdächtige wurde auf freiem Fuß angezeigt, verweigerte die Aussage und die Polizei prüft weitere mögliche Betrugsfälle.