13.181 Geburten 2025 in Wiener Gesundheitsverbund-Kliniken
Nach der Statistik des Gesundheitsverbundes betrafen 264 Geburten im vergangenen Jahr solche von Zwillingen oder Mehrlingen. Die meisten Kinder pro Monat wurden mit 1.247 im Juli zur Welt gebracht.
Die steigende Zahl der Geburten bringt auch einen erhöhten Bedarf an umfassender medizinischer und manchmal auch psychischer Betreuung, so der WIGEV. Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als Jungfamilie seien für viele Frauen und ihre Familien eine Phase großer Veränderung, die psychisch herausfordernd sein könne. Daher biete man "ein breites Spektrum spezialisierter Leistungen rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt", unter anderem die Pränataldiagnostik, die Betreuung von Risikoschwangerschaften sowie eine umfassende neonatale Versorgung. Spezialambulanzen wie jene für Endometriose und peripartale Psychiatrie ergänzen das umfassende Angebot.
Nicht umsonst, denn rund 15 bis 20 Prozent aller Mütter und fünf Prozent aller Väter leiden rund um die Geburt (peripartal) oder danach (postpartal) an einer Depression. "Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes bringen tiefgreifende körperliche, seelische und soziale Veränderungen mit sich. Diese vollkommen neue Lebensrealität kann das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen", betonte Claudia Reiner-Lawugger, Leitende Oberärztin der Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie an der Klinik Ottakring.
Psychologische Beratung für Eltern in Ottakring
"Leider passiert es häufig, dass sich Schwangere oder frisch gebackene Eltern zurückziehen und keine Hilfe in Anspruch nehmen. In unserer Ambulanz bieten wir frühzeitige Abklärung und individuelle Begleitung von der Beratung bis hin zu therapeutischen Maßnahmen", ergänzte die Medizinerin. Nicht zuletzt deshalb wird an der FEM Elternambulanz in der Klinik Ottakring psychologische Beratung und Begleitung für schwangere Frauen und Eltern in psychosozial belastenden Situationen angeboten.
"Viele Frauen erleben rund um Schwangerschaft und Elternschaft großen Druck, etwa durch Erwartungen, fehlende Unterstützung oder belastende Lebensumstände", sagte Eva-Maria Strobl, Leiterin der FEM Elternambulanz. "Unser Angebot setzt bewusst niederschwellig an. Wir hören zu und helfen dabei, gemeinsam nächste Schritte zu finden."
(S E R V I C E - Weitere Angebote rund um die Geburt im Wiener Gesundheitsverbund: Peripartale Psychiatrie Klinik Ottakring; Peripartale Psychiatrie AKH Wien; FEM Elternambulanz Klinik Ottakring)
Zusammenfassung
- Im Jahr 2025 wurden in den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes 13.181 Babys geboren, was mehr als der Hälfte aller Geburten in Wien entspricht.
- 264 der Geburten betrafen Zwillinge oder Mehrlinge, und die meisten Kinder kamen mit 1.247 Geburten im Juli zur Welt.
- Rund 15 bis 20 Prozent aller Mütter und fünf Prozent aller Väter leiden laut WIGEV rund um die Geburt oder danach an Depressionen, weshalb spezialisierte medizinische und psychologische Angebote bereitgestellt werden.
