APA/APA (AFP)/AHMAD SAHEL ARMAN

1.100 Todesopfer nach Erdbeben in Afghanistan

24. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem verheerenden Erdbeben in Afghanistan ist die Zahl der Todesopfer auf 1.100 gestiegen. Mehr als 1.600 Menschen in den betroffenen Gebieten im Osten des Landes seien zudem verletzt worden, berichtete der afghanische Sender "Tolonews" unter Berufung auf den Katastrophenschutz am Freitag.

Auch zwei Tage nach dem verheerenden Erdstoß kam die Katastrophenregion nicht zur Ruhe. Weitere fünf Menschen starben heute bei einem Nachbeben, wie ein Vertreter des Gesundheitsministeriums sagte. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Nur kurz vor dem erneuten Erdstoß hatten die Behörden die Suche nach Überlebenden in der entlegenen und schwer zugänglichen Gebirgsregion nahe der pakistanischen Grenze für beendet erklärt. Gründe nannten sie keine, obwohl bei anderen Beben Menschen auch nach deutlich längerer Zeit als 48 Stunden noch lebend in Trümmern gefunden wurden.

Das Nachbeben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 4,3. Es ereignete sich demnach nahezu im gleichen Gebiet, in dem am Mittwoch ein Beben der Stärke 6,1 für schwere Zerstörungen sorgte. Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) starben dabei 1.036 Menschen. Die Opferzahl dürfte demnach aber noch steigen.10.000 Häuser seien teilweise oder vollständig zerstört. Medikamente reichten nicht aus, betonte der Sprecher. "Wir brauchen medizinische Hilfe und andere lebensnotwendige Bedarfsgüter, weil es eine große Katastrophe ist."

Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, berichtete am Freitag, dass der Afghanische Rote Halbmond im Einsatz sei. Lastwagen mit Hilfsgütern, Krankenwagen sowie sechs mobile Gesundheitsteams wurden in die betroffenen Gebiete entsandt, um den unmittelbaren Bedarf zu decken. Zusätzliche medizinische Hilfsgüter werden von Kabul aus mobilisiert.

(S E R V I C E - Das Rote Kreuz ersucht dringend um Spenden: Österreichisches Rotes Kreuz IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144 BIC: GIBAATWWXXX Erste Bank: BLZ: 20.111 Kennwort: Katastrophenhilfe)

Quelle: Agenturen