APA - Austria Presse Agentur

Von Laer: "Bin gerade in Hinblick auf Silvester sehr besorgt"

23. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Virologin Dorothee von Laer spricht sich angesichts der drohenden Omikron-Welle für die 1G-Regel aus.

Noch ist nicht sicher, wie sich die Flucht-Variante Omikron genau auswirkt. Laut Virologin Dorothee von Laer sei aber gesichert, dass man als Genesener nicht mehr ausreichend geschützt sei. Aber auch Geimpfte sind schlechter geschützt. Sie fordert daher, dass der dritte Stich schon nach drei Monaten ermöglicht werden sollte und spricht sich für die 1G-Regel aus. Das würde heißten, dass nur noch dreifach Geimpfte am öffentlichen Leben teilnehmen können. Wer nur zweimal geimpft oder genesen ist, müsste zusätzlich testen.

"Ich bin gerade in Hinblick auf Silvester sehr besorgt, weil die Menschen hier vermehrt reisen und einander treffen", sagt Virologin von Laer im Interview mit dem "Kurier". Im Jänner komme die Omikron-Welle auf uns zu. Wie die genau sein wird, könne man zwar noch nicht sagen - die Virologin geht aber davon aus, dass die Peaks nicht so hoch sein werden, wie bisher angenommen.

Kritische Infrastruktur gefährdet

"Bei dieser Variante bricht anscheinend das Virus schneller aus, wird aber auch schneller weitergegeben. Daten aus Südafrika legen nahe, dass die Zahl der Hospitalisierungen etwa 30 Prozent niedriger sein soll als bei Delta", sagt von Laer gegenüber dem "Kurier". Dennoch bleibe die Gefahr, dass das Gesundheitssystem überlastet wird - es könnten sich doppelt so viele Menschen anstecken. Wenn Gesundheitspersonal in Quarantäne muss, könnte Personal fehlen.

Quelle: Redaktion / koa