APA - Austria Presse Agentur

Omikron-Gipfel: Sperrstunde auch zu Silvester um 22 Uhr

22. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Regierung, Länder und erstmals der Krisenstab GECKO haben beraten, welche Maßnahmen nun wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante zu treffen sind.

Um 11 Uhr waren Vertreter der Bundes- und Landesregierungen zusammengekommen. Der neue Krisenstab GECKO trat vor 15 Uhr verspätet vor die Presse, um die Ergebnisse zu präsentieren. Die schon im Vorfeld gemachten Maßnahmen von GECKO würden von Bund und Ländern mitgetragen werden.

Wie Chief Medical Officer Katharina bekannt gab, geht es bei den Maßnahmen vor allem um Omikron - und darauf müsse man rasch reagieren. Von Silvester-Feiern wird "dringend abgeraten". Man soll im kleinen Kreis feiern - geimpft und getestet.

Die Maßnahmen ab 27. Dezember im Überblick:

  • Ab 27. Dezember hat die Gastronomie eine Sperrstunde ab 22 Uhr.
  • Auch am 31. Dezember muss die Gastro um 22 Uhr schließen. 
  • In der Gastronomie gilt weiterhin die 2G-Regel.
  • Kein Lockdown für Ungeimpfte zu Weihnachten und Silvester.
  • Maximal 2.000 Personen bei Indoor-Veranstaltungen mit fixen Sitzplätzen bei Booster-Impfung plus Test.
  • Maximal 1.000 Personen bei Indoor-Veranstaltungen mit fixen Sitzplätzen und 2G-Plus-Regel.
  • Maximal 500 Personen bei Indoor-Veranstaltungen mit fixen Sitzplätzen und 2G-Regel.
  • Maximal 25 Personen bei Indoor-Veranstaltungen ohne fixe Sitzplätze mit 2G und Maskenpflicht.
  • Großbritannien, Niederlande, Dänemark und Norwegen werden Variantengebiete, wie schon im Vorfeld durchgesickert ist. 
  • Mit Booster-Impfung und PCR-Test müssen Einreisende nicht in Quarantäne.

Michael Jungwirth, stellvertretender Chefredakteur der "Kleinen Zeitung", analysiert im Interview mit PULS 24 Anchor Werner Sejka die neuen Corona-Maßnahmen.

Test- und Impfkapazitäten

Die Test- und Impfkapazitäten sollen auch während der Feiertage aufrechterhalten bleiben, fährt Reich fort. Das wurde von den Bundesländern zugesagt. Generell sei die Empfehlung, die Kontakte zu reduzieren. Ein weiteres Thema sind die Sequenzierungen: Der Prozess soll verbessert werden, mittels PCR-Methode soll dabei die Omikron-Variante festgestellt werden.

40 Prozent haben Drittstich

Bundesheer-Generalleutnant Norbert Gerhart vertrat General Striedinger und betonte, dass GECKO sieben Stunden getagt habe, bevor man die Maßnahmen vorgeschlagen habe. Fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung habe den Drittstich, knapp 70 Prozent den Zweitstich. Der Impfmotor sei angelaufen, der Appell sich zu impfen bleibe aufrecht. Es gebe derzeit rund 90.000-100.000 Impfungen im Schnitt pro Tag. Kommende Woche finden die nächsten Beratungen statt, da man wegen fehlender Daten zu Omikron "auf Sicht" fahre. 

Quelle: Redaktion / koa