Tausende vermeidbare Tote in Pandemie: Opfer-Familien könnten klagen

25. März 2021 · Lesedauer 2 min

Das Versagen der Politik in der Corona-Pandemie hat laut Mathematiker Norbert Mauser im Herbst 4.000 Menschen das Leben gekostet. Die Hinterbliebenen hätten das Recht zu klagen.

Mathematiker Norbert Mauser zog bei "Pro und Contra" auf PULS 24 am Mittwoch in der Nacht einen drastischen und anschaulichen Vergleich: Er stellte den Terror-Anschlag in Wien und das Versagen der Regierung in der Corona-Pandemie gegenüber.

Vier Tote bei Terror-Anschlag, 4.000 in der zweiten Welle

Vier Menschen seien beim Terror-Anschlag in Wien zu Tode gekommen. Die Hinterbliebenen würden die Republik nun klagen, weil vermeidbare Tote nicht vermieden wurden. Das Versagen der Regierung beim Verhängen von Corona-Maßnahmen hätte im Herbst mindestens 4.000 Tode gefordert, nun, in der dritten Welle kämen noch einmal Tote dazu. 

"Wer nicht rechtzeitig reagiert, der zahlt damit, dass jetzt Leute sterben werden", sagte Mauser. Das könne man nicht beschönigen. "Wir werden wieder 1.000 Tote mehr haben als nötig." 

"Ihr seid schuld, dass mein Großvater, mein Vater, meine Mutter gestorben ist"

Jede Opferfamilie eines Corona-Toten könne nach folgender Argumentation klagen: "Warum hat die Politik nicht rechtzeitig reagiert, ihr seid schuld, dass mein Großvater, mein Vater, meine Mutter gestorben ist". Erschwerend dazukommen würde, dass es viele Leute gebe, "die den Impftermin ausgemacht haben und die Impfung nicht bekommen, weil da völlig versagt worden ist." Dann kämen auf die Republik Österreich Tausende Klagen zu. Die Klagen wären genauso gerechtfertigt wie die Klagen von den Opfern des Anschlages, , sagte der Mathematiker.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam