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Studie: 10 Meter Abstand beim Laufen

10. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Laufen, Walken oder Radfahren – wo der Ein-Meter-Abstand bei Weitem nicht reicht. 

Langsam aber sicher fällt vielen Menschen die Decke auf den Kopf, zumindest kommt sie Tag für Tag näher. Um dagegen vorzubeugen hilft Sport. Egal ob Laufen, Walken oder Radfahren – Sport ist ausdrücklich erlaubt. Jedoch reicht der Ein-Meter-Abstand dabei nicht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Leuven (Belgien) und Eindhoven (Niederlande).

Demnach stoßen Läufer und Radfahrer viele Tröpfchen und Speichelpartikel aus. „Wenn Läufer oder Radfahrer ausatmen, husten oder niesen, werden Tröpfchen vom erzeugten Luftstrom mitgerissen“, sagt Studienautor Bert Blocken. Personen, die sich im Windschatten der Sportler befinden, seien so einer Tröpfchen-Wolke ausgesetzt. Geringer sei das Risiko, wenn Personen nebeneinander laufen würden.

Blocken empfiehlt deshalb beim Spazierengehen einen Abstand von vier bis fünf Meter einzuhalten, beim Laufen und Radfahren zehn Meter und bei schnellem Radfahren sollte man sogar 20 Meter Distanz halten. Eine Abstandsregel von 1,5 Metern sei bei ruhigem Wetter wirksam, wenn sich Menschen nicht bewegen.

Für die Studie haben die Forscher Tröpfchen, die beim Laufen ausgestoßen werden, sichtbar gemacht, um herauszufinden wie weit sie spritzen. Normalerweise werden solche Simulationen zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit eingesetzt.

Es ist noch unklar, ob die beim Sport ausgestoßenen Partikel das Coronavirus übertragen können. Es brauche weitere virologische Untersuchungen, um das Risiko beurteilen zu können, sagt Blocken. Die Studie wurde noch keinem „Peer Review“ unterzogen. Dennoch empfiehlt Blocken, einen höheren Sicherheitsabstand zu halten.

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe