APA - Austria Presse Agentur

So soll der Zugang zum Grünen Pass funktionieren

05. Mai 2021 · Lesedauer 3 min

Eine österreichische Version des "Grünen Passes" gibt es vermutlich ab Juni. Es wird eine digitale und eine analoge Lösung geben. Auch Selbsttests sollen anerkannt werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bekräftigte beim Ministerrat am Mittwoch erneut, dass er bezüglich des sogenannten Grünen Pass nicht rasch mit einheitlichen europäischen Regelungen rechne und Österreich daher eigene brauche. Schon am Dienstag hatte die Regierung verkündet, dass neben dem digitalen Format auch ein analoges bestehen bleibt.

Am Mittwoch gab Kurz auch weitere Details darüber bekannt, wie man in Österreich zum Grünen Pass kommen wird: Bis Mitte Mai werden bereits mehr als 3,5 Millionen Österreicher eine erste Teilimpfung erhalten haben. 

Auch Selbsttests sollen gelten

Darüber hinaus werde das Testangebot laufend ausgebaut und "entsprechend dem Stand der Wissenschaft" adaptiert. So sollen zukünftig auch Antigen-Selbsttests zur Anwendung kommen. Im Einzelfall können Antigentests zur Eigenanwendung unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte für Gäste als Eintrittstest anerkannt werden, diese sind jedoch lediglich für die Dauer des einzelnen Aufenthalts gültig.

Zudem wird das Testangebot "Sichere Gastfreundschaft" für Beschäftigte im Tourismus für die Sommersaison 2021 (1. Mai bis 31. Oktober 2021) fortgesetzt.

Frühestens ab 4. Juni in Kraft

Der Grüne Pass ist der Nachweis einer Corona-Schutzimpfung, einer durchgemachten Erkrankung oder eines negativen Testergebnisses mittels QR-Code auf Papier oder in digitaler Form. Die entsprechende Rechtsgrundlage im Epidemie- und Covid-19-Maßnahmengesetz kann aber erst frühestens mit 4. Juni in Kraft treten.

Bis dahin werden als Nachweise - wie bereits in der Vergangenheit - behördlich anerkannte negative Testergebnisse, ein Absonderungsbescheid sowie die Bestätigung des Impfstatus mittels Papier-Impfpass oder Ausdruck aus dem e-Impfpass akzeptiert.

Die Teilnahme am Grünen Pass wird freiwillig erfolgen. Neben dem Angebot einer Bestätigung mittels QR-Code wird die Vorlage eines Papiernachweises in Kombination mit einem amtlichen Ausweis innerhalb Österreichs weiterhin möglich sein.

Alle Zertifikate des Grünen Passes sollen über Gemeinde- und Bezirksämter sowie Bezirksverwaltungsbehörden kostenlos zur analogen Verwendung auf Papier ausgedruckt werden - weitere Möglichkeiten, etwa die Übermittlung von Impfzertifikaten durch Apotheken bzw. Hausärzte werden in enger Abstimmung mit den Bundesländern, Gemeinden und Städten, sowie der Sozialversicherung und der Ärzte- und Apothekerkammer geprüft.

So funktioniert der digitale Zugang

Digital können die Zertifikate über gesundheit.gv.at abgerufen werden. Um die Zertifikate digital abrufen zu können, ist voraussichtlich eine Handy-Signatur notwendig.

Zusätzliche Möglichkeiten zur Sicherstellung eines niederschwelligen Zugangs zum Grünen Pass werden laufend geprüft. So ist geplant, dass das Zertifikat (QR-Code) auch über die E-Impfpass-App abgerufen werden kann. Die Prüfung der Zertifikate kann durch Ablesen der aufgedruckten Informationen oder mittels digitaler Prüfung des QR-Codes erfolgen.

Dies kann beim Eintritt etwa über die GreenCheck App, die eigens zu diesem Zweck von der Sozialversicherung entwickelt wird, erfolgen. Eine eigene "Grüner Pass" App kann voraussichtlich auch von Nutzern zum sicheren Abrufen der Zertifikate verwendet werden, in dem mit der App die Kartennummer auf der Rückseite der e-card gelesen wird.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa